Jahresbericht 2020 im Stadtrat vorgestellt

„Sommer mit Corona“ - Starnberger Jugendtreff „Nepomuk“ zieht Bilanz

Jugendliche Jugendtreff
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Der Starnberger Jugendtreff „Nepomuk“ war einer der ersten Einrichtungen, die nach dem ersten Corona-Lockdown wieder geöffnet hatten (Symbolbild).

Starnberg - Wir waren der erste Jugendtreff im Landkreis, der mit Hygiene-Konzept ab der ersten Pfingstferienwoche wieder geöffnet hatte“, betonte Michaela Hoffstedt, seit 2015 Leiterin des „Jugendtreff Nepomuk“, anlässlich der mündlichen Vorstellung ihres Jahresberichts 2020 im Haupt-, Finanzausschuss Starnberg. 

Weil der schriftliche Bericht am vergangenen Montag noch nicht fertiggestellt war, gaben Hoffstedt und die Jugendtreff-Co-Leiterin Theresa Eichinger einen groben Überblick über die Aktivitäten im ablaufenden Jahr: So hatte es auch die Jugendeinrichtung mit dem Pandemie-Thema zu tun bekommen und daraus gleich mal ein Konzept unter der Überschrift „Sommer mit Corona“ entwickelt – gemäß den geltenden Auflagen und orientiert an den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten des Jugendtreffs sah das erarbeitete Hygiene-Konzept eine maximale gleichzeitige Besucherzahl von 50 vor, wobei über den Tag verteilt „im Durchlauf“ bis zu 70 Besucher verzeichnet wurden, wie die Leiterinnen berichteten. Die durchschnittliche Besucherzahl sei bis März bei über 30 gelegen. Wie fast immer habe der Jugendtreff einen „starken Generationswechsel“ erlebt, mit „alten“ und „neuen“ Kerngruppen. Das Jahr 2020 war auch für das „Nepomuk“ in eine Phase „vor Corona“ und eine „mit Corona“ unterteilt, wie sich den Ausführungen entnehmen ließ. Man habe sich bei den Öffnungszeiten „immer auch am aktuellen Bedarf der Jugendlichen orientiert“, so Hoffstedt - unter der Woche war bis 20 Uhr offen, donnerstags bis 21 Uhr und am Wochenende schon mal bis 23 Uhr. Besondere Veranstaltungen wie ein „U 18-Wahllokal“, Backen und Basteln am Valentinstag, Besuch des Starnberger „Eiszaubers“ am Kirchplatz oder ein „Faschingsspecial“ habe es heuer gegeben, ein Besuch des Skyline-Parks musste trotz großen Interesses leider ausfallen.

Das vielfältige ansetzende „pädagogische Qualitätsmanagement“ (PQM) des Jugendtreffs, welches u.a. auch schon mal beratende Unterstützung für einen verschuldeten Jugendlichen bot, soll nach den Vorstellungen der Leiter im kommenden Jahr noch weiter ausgearbeitet werden – zusammengefasst zielt das pädagogische Konzept darauf ab, den jungen Besuchern dabei zu helfen, sich zu politisch und sozial mündigen und selbst bestimmten Menschen zu entwickeln. Künftig soll auch die Kooperation mit den örtlichen Schulen ausgebaut werden, etwa beim derzeit besonders aktuellen Thema „Home Schooling“ und nicht zuletzt „zur Entlastung der Eltern“, wie die Nepomuk-Leitung verriet. 

Stichwort „politische Bildung“: SPD-Stadtrat Tim Weidner regte im Ausschuss sogleich an, den Jugendtreff beim nächsten Mal auch in die „Nacht der Demokratie“ einzubinden. Was langfristig durchaus Früchte tragen kann: Michaele Hoffstedt am Ende ihres mündlichen Berichts erinnerte mit lobenden Worten daran, dass der heutige Grünen-Stadtrat Friedrich Federsel sich einst im Jugendbeirat des Treffs engagiert hatte. Besagtes Gremium soll 2021 wieder neu gewählt werden.

Thomas Lochte

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