Aiwanger zeigt sich erfreut

Sonderzulassung für den ersten bayerischen PCR-Corona-Schnelltest

Aiwanger Präsentation
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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (von links) präsentiert den ersten bayerischen PCR-Schnelltest gemeinsam mit GNA-CEO Dr. Federico Bürsgens, GNA-Laborantin Nicole Pill und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek.

Region - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den ersten bayerischen Corona-Schnelltest auf PCR-Basis vorgestellt. Gemeinsam mit dem Chef des Unternehmens GNA Biosolutions aus Martinsried bei München, Dr. Federico Bürsgens, präsentierte Aiwanger das Testverfahren mit dem Namen „GNA Octea“.

„Als Wirtschaftsminister habe ich GNA im April 2020 mit der Entwicklung und Validierung eines neuartigen PCR-Schnelltests beauftragt. Jetzt hat das Verfahren eine Sonderzulassung erhalten und kann die bayerische Teststrategie sinnvoll ergänzen. Wir haben uns ein Bezugsrecht für 1000 Testgeräte und eine Million Einzeltests gesichert. Soweit nötig, können wir weitere Test ordern“, sagte Aiwanger im Rahmen der Präsentation.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat GNA Octea am 23. Dezember eine Sonderzulassung erteilt. Der auf dem PCR-Verfahren basierende Schnelltest hat eine deutlich höhere Zuverlässigkeit als die derzeit häufig genutzten Antigen-Schnelltests, weil er das Erbgut des Erregers nachweist. Mit einer Sensitivität von 96,7 Prozent und einer Spezifität von 100 Prozent erreicht er das hohe Niveau von PCR-Normaltests. GNA Octea braucht vom Rachenabstrich bis zum Testergebnis nur etwa 40 Minuten, wobei 20 Minuten für die Rachenabstriche und Vorbereitungszeit angesetzt sind und weitere 20 Minuten für den eigentlichen Test im Gerät. 

Jedes der tragbaren Testgeräte kann acht Proben gleichzeitig auswerten. Dadurch ist eine große Anzahl von Schnelltests innerhalb kürzester Zeit möglich. Die gesamte Apparatur benötigt als mobiles Labor nur die Fläche eines Tisches und kann an beliebigen Orten eingesetzt werden, ohne dass wie bei den üblichen PCR-Tests die Proben erst zu einem Labor transportiert werden müssen. Aiwanger sieht in dieser Entwicklung die Vorteile aller bisherigen Tests in einem Gerät vereint: sicher, schnell, mobil und günstig. Ein Test soll unter 20 Euro kosten. Aiwanger: „Das macht uns so schnell keiner nach. Es ist ein bayerisches Qualitätsprodukt der Spitzenklasse.“

„Wir sind stolz, innerhalb weniger Monate ein Testsystem entwickelt zu haben, das höchsten Ansprüchen genügt. Unser Verfahren schlägt auch bei kleinen Virusmengen an. Dadurch verbinden wir Zuverlässigkeit mit Schnelligkeit zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Der bayerische Wirtschaftsminister hat uns mit der Beauftragung im April die Chance gegeben, unser Verfahren zeitnah zur Marktreife zu bringen“, sagt Dr. Bürsgens, Bürsgens.

Kreisbote

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