„Was lange währt, wird endlich gut!“

Am Sonntag feierten die Pöckinger mit vielen Gästen das neue Gemeinde-und Kulturhaus "beccult"

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Das „beccult“ ist eröffnet. Am Sonntag waren Manfred Walter, Albert Luppert, Anton Schnitzler, Tom Franke, Michael Kießling und Karl Roth bei der feierlichen Eröffnung dabei.

Pöcking - „Das Beccult steht gut auf festem Boden, wir möchten alle fleißigen Handwerker loben, auch dem Architekt, gilt unser Respekt, viele Jahre wurde hier diskutiert und immer vieles kritisiert, Rat und Verwaltung nicht geschont, aus meiner Sicht hat sich’s gelohnt, der Architekt wird heut den Schlüssel geben, die Pfarrer geben dazu Ihren Segen, Hoch soll unser Beccult leben!“.

Mit dieser dichterischen Schöpfung bedankte sich Pöckings Bürgermeister Rainer Schnitzler herzlichst während der Eröffnungsfeier des Bürgerhauses Beccult in Pöcking diesen Sonntag bei allen am Bau Beteiligten für Ihre Geduld, die kollektive Unterstützung und den unermüdlichen Einsatz, der dieses Projekt nach langer Planungs- und Bauphase erst möglich machte. Nachdem das Geduldsspiel „neues Bürgerhaus“ hinsichtlich deutscher Bürokratie und immer wieder neu zu kalkulierenden Budgetplänen maximale Verzögerungen erleiden musste, fand nun endlich nach knapp 20 Jahren 2018 der Spatenstich und das Richtfest statt. 

Eineinhalb Jahre später wurde der lang erwartete Bau beendet. Doch das Durchhaltevermögen der Pöckinger wurde reichlich belohnt. Statt des ursprünglich geplanten Betonbaus mit Flachdach, einigte man sich während der Entwicklungsphase besonders aus Kostengründen auf eine Holzaußen- und Innenverkleidung, die jedoch dem insgesamt ländlichen Ambiente positiv zutrage kommt. Die rustikale Architektur des Hauses mit seinem Satteldach erinnert an eine große Scheune, was sich gegenüber dem bäuerlichen Straßendorf Pöcking ausgezeichnet einfügt. Gemütlich, Urig und dabei modern kommt es einem in den Sinn, wenn man den 15 Meter hohen, kirchenschiffartigen Festsaal mit seinen weißen Dachbalken betritt. Durch die Höhe des Raumes und dessen Holzverkleidung kommt hier eine vortreffliche Akustik zu Geltung, die bereits während der Grußworte des Bürgermeisters auffällt. Überdies findet der ökologische Fußabdruck aufgrund der hauseigenen Geothermiesonden und einer Photovoltaik-Anlage zu einer angemessenen Gesamtleistung.

Pöckinger Beccult am Sonntag eröffnet

Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
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Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper
Am Sonntag wurde die Eröffnung des Bürger- und Vereinshauses beccult in Pöcking gefeiert. Sogar Peter Maffay gab sich die Ehre und schaute vorbei. © Sara-Marie Krupper

200 geladene Gäste und Peter Maffay war auch da

Auch wenn sich der Architekt Tom Frank aufgrund des „irrational angesetztem Budgets“ und dessen Kürzungen vor scheinbar unlösbaren Herausforderungen sah, ist seiner Meinung nach das Beccult schlussendlich mit seinen 900 Kubikmetern genutzten Holzmaterialien ein „einfaches, ehrliches“ Gebäude geworden. In seiner direkten Rede bekundete er, dass über den langen Zeitraum, in dem das Beccult entstanden ist, viel Persönliches mit eingeflossen ist und er mit der Beendigung des Baus sehr zufrieden ist. Er wünsche den Pöckingern „rauschende Feste“ und lang anhaltende Freude mit dem Kulturhaus. Zur Namensfindung des neuen Gebäudes fand während des Baus eine Wettbewerbsausschreibung statt, auf der 53 verschiedene Namen präsentiert wurden. Schlussendlich wurde „Beccult“ zum Gewinner nominiert. Mit dem gewieften Wortspiel wird auf den legendären Gründer Pöckings „Becco“ und der Kultur, die in das Gemeindehaus einziehen soll, angespielt. Gemeinsam mit 200 geladenen Gästen sowie den Ehrengästen Landrat Karl Roth, Alt-Bürgermeister Konrad Kabler, Gilchings Bürgermeister Manfred Walter und dem Musiker Peter Maffay hauchte Luppart dem Beccult mit dieser Feier erstes Leben ein. Für musikalische Untermalung sorgte die Pöckinger Blaskapelle, die nach der Segnung des Hauses besonders mit der Bayernhymne für eine echte Überraschung sorgte.

Crowdfunding für einen Flügel und der "Kulturmontag"

Die zehntägig angesetzte Festwoche dauert noch bis zum 17. November an. Während dieser Zeit finden über Blaskapellenmusik, Lesungen und Theateraufführungen meist kostenfreie Veranstaltungen statt, die das Beccult zum kulturellen Umschlagplatz in Pöcking machen sollen. Diesen Freitag, 15. November, findet das Konzert der Reggae-Band Jamaram statt, die diese Woche mit dem Starnberger Kulturpreis geehrt werden. Zwei besonders begrüßenswerte Schmankerl gab Pöckings Kulturreferent Albert Luppert bekannt. Zum einen initiiert er ein Crowdfunding Projekt, um dem Beccult einen Flügel zu stiften, wobei er hierzu bereits 1000 Euro Startkapital aus eigener Tasche investiert habe, auf der anderen Seite gab er den sogenannten „Kulturmontag“ bekannt, der ab sofort einmal im Monat stattfinden soll. Dort bekommen Künstler unabhängig ihres Bekanntheitsgrades die Möglichkeit auf einer Bühne sich und Ihre Kunst zu präsentieren. Für die Zukunft des Beccults wünsche sich Schnitzler Veranstaltungen für Firmen, Hochzeiten oder Theateraufführungen zu beherbergen, aber auch proaktiv auf die umliegenden Dörfern und insbesondere auf Starnbergs Kulturreferentin Barbara Beck zu zu gehen, um viele spannende Kulturveranstaltungen für das Beccult zu konzipieren und umzusetzen.

Von Sara-Marie Krupper

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