Sonntag der Weltmission

Die Vorbereitungen im Starnberger Pfarrgemeinderat laufen auf Hochtouren. Unterstützt von Pfarrer Werner Haas, vom Referat Weltkirche der Diözese Augsburg und vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio, entsteht ein buntes Programm rund um den Sonntag der Weltmission. Es ist die größte Solidaritätsaktion der Katholischen Kirche zugunsten armer Kirchengemeinden in den Ländern des Südens und wird weltweit im Oktober gefeiert.

In Deutschland macht missio in seiner jährlichen Kampagne im Monat der Weltmission auf das Engagement der katholischen Kirche in den ärmsten Ländern der Erde aufmerksam. In diesem Jahr thematisiert missio unter dem biblischen Motto „Selig, die Frieden stiften“ (Mt 5,9) die Friedens- und Versöhnungsarbeit der katholischen Kirche in Nigeria. Gemeinsam mit den katholischen Verbänden vor Ort bereiten derzeit Anton Modl und Alban Fritz vom Pfarrgemeinderat ein Fest der Weltkirche vor, in dem regionale EineWelt Gruppen und Gäste von missio ihre Arbeit vorstellen. Nigerianische Bischöfe, Priester und Ordensfreuen, die sich in ihrer Heimat für den friedlichen Dialog mit dem Islam und für Gewaltfreiheit einsetzen, werden im Oktober an zahlreichen Veranstaltungen in Starnberg teilnehmen. Unter den Gästen ist auch Bischof Timothy Carroll. Der irische Missionar lebt seit über 30 Jahren im äußersten Norden Nigerias, um dem Volk der Kamberi den christlichen Glauben näher zu bringen. Als vor drei Jahren muslimische Fanatiker Kirchen und Wohnhäuser von Christen in Brand setzten, verstärkte der 69-jährige Bischof seine Bemühungen um Frieden und Versöhnung zwischen christlichen und muslimischen Nachbarn. Für dieses Ziel arbeiten auch der Theologe und Islamwissenschaftler Frederic Mvumbi, Schwester Rosemary Mamman sowie der junge Katholik Johnson Bistu und der Muslim Sani Suleiman. Sie engagieren sich in der kirchlichen Jugendarbeit, um Jugendlichen in Nigeria gewaltfreie Methoden im Umgang mit Konflikten zu vermitteln. In der missio-Jugendaktion werden sie in Pfarrgemeinden und Schulen den Austausch mit Jugendlichen in Deutschland suchen. In der Woche vor dem 25. Oktober wird zudem der missio Aids-Truck in Starnberg präsent sein: Die multimediale Ausstellung in einem Großraum-Truck lädt Jugendliche ein, sich mit der kirchlichen Aids-Arbeit in Afrika auseinanderzusetzen und nach Konsequenzen für ihr eigenes Leben zu fragen. Ihren Höhepunkt und Abschluss findet die missio-Kampagne in Starnberg am 25. Oktober, dem Sonntag der Weltmission, mit einem Pontifikalgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Maria – Hilfe der Christen. Um 10 Uhr zelebriert Bischof Walter Mixa zusammen mit missio-Präsident Pater Eric Englert (osa) und Gästen aus der Weltkirche.

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