Freundliche Leichtigkeit in Lärche

Für den Sontowski-Bau am alten Schulareal liegen drei Fassaden-Variationen zur Abstimmung vor

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In sechs Wochen soll die Baugenehmigung für das ehemalige Schulareal am Gautinger Bahnhof vorliegen. Bis dahin will Sontoski & Partner alte Fundamente und das Kellergewölbe abtragen. Liegt die Genehmigung vor, soll mit dem Bauvorhaben sofort begonnen werden.

Gauting – Wie sollen die Fassaden der drei Sontowski-Gebaude auf dem alten Grundschulareal einmal aussehen? Das Architekturbüro RKW hat sich drei Varianten überlegt, die sie den Gautingern am Mittwochabend im Rathausfoyer vorstellten. Bis zum 6. Februar hat die Bevölkerung nun Zeit, über Gestaltung, Material und Farbe zu entscheiden.

Die Fassade wird über eine großzügige Verglasung auffallen, Schiebeläden – möglichst aus Lärchenholz – sorgen für den nötigen Sonnenschutz, Loggien für die nötigen Brüche in der Fläche. Der Sockelbereich soll mit hellem Klinker versehen werden, die Werbung für den Geschäftsbereich wird diskret in Einzelbuchstaben gehalten. Mit welchen Materialen gearbeitet wird, welche Farben die Fassaden der drei Gebäude erhalten und wie sich die Sockelbereiche gestelten sollen, das entschieden bis einschließlich Mittwoch, 6. Februar, die Gautinger Bürgerinnen und Bürger. Wer sein Votum abgeben möchte, macht das im Foyer des Rathauses. Dort können die Fassadenkonzepte während der Öffnungszeiten auch besichtigt – und die „Abstimmungzettel“ in eine Abstimmunsbox geworfen werden. Auch online sind auf der Gemeinde-Homepage (www.gauting.de) die Entwürfe zu sehen. Auf dem Grundstück am Bahnhof ist in den vergangenen Monaten nichts passiert, das gab auch Stephan Meier von Sontowski & Partner bei der Präsentation am Mittwochabend zu. „Im Hintergrund wurde aber intensiv gearbeitet“, schilderte Meier den rund 75 Besuchern. Durch den Bürgerentscheid herrschte bis vergangenen April Stillstand, die Hauptmieter – Edeka und die Drogeriekette dm – hätten aber erst dieser Tage ihre Mietverträge verlängert „und sich noch einmal deutlich für den Standort Gauting ausgesprochen“, ergänzte Meier. Im August habe man den Bauantrag bei der Gemeinde eingereicht, seit September liege dieser im Landratsamt Starnberg. Bei Sontowski rechnet man mit einer Genehmigung in rund sechs Wochen. Bis dahin soll auf dem alten Grundschulareal die Kellergewölbe und Fundamente beseitigt werden. Auch die Fassadengestaltung spielt in der zeitlichen Abfolge eine wichtige Rolle, betonte Architekt Tobias Bünemann von RKW Architektur aus Düsseldorf. Wenn die Gautinger abgestimmt haben, geht die favorisierte Variante sofort weiter in die Planung ein. Bünemann ging es bei seinen Entwürfen vor allem um Leichtigkeit und Transparenz. „Wir wollten jedwede Gleichförmigkeit vermeiden“, schilderte er. „Der Wettbewerbsentwurf war ja noch sehr nackt“, jetzt gehe es darum, den Gebäuden „ein Gesicht zu geben“. In der Diskussion mit dem Architekten ging es vor allem um Details, etwa wie die Verglasung der Loggien gestaltet wird, damit von der Bahnhofstraße aus nicht aller unansehnlicher Hausrat zu sehen ist. Oder in wie weit die Vorgaben aus dem Bürgervotum bindend sind. Auch die Holzart (Lärche) war Thema, genauso wie die Rückseite der Gebäude gestaltet werden (gleich). Übrigens: Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger favorisiert Variante 2. Ihr gefällt die „Leichtigkeit“, die Material und Farbe ausgehen, am besten. Wofür sich die Gautinger Bürger entschieden haben, weiß man nach dem 6. Februar. Die drei Entwürfe finden Sie unter www.gauting.de. 

po

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