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Soziale Kluft in der Region wird größer: Bayerisches Statistikamt vermeldet größere Lohnunterschiede

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Keine guten Nachrichten, die das Bayerische Landesamt für Statistik zu vermelden hat. Die Lohnspreizung zwischen Gering-und Besserverdienern hat sich im Freistaat vergrößert (Symboldbild). © Panthermedia

Landkreis - Eine schlechte Nachricht, die auch den Landkreis Starnberg betrifft. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik ist der Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienern im Freistaat in den Jahren von 2014 bis 2018 etwas größer geworden.

Das sogenannte Dezilsverhältnis lag 2018 bei 3,39 nach 3,34 im Jahr 2014. 

Beschäftigte mit einem Bruttostundenverdienst von mindestens 33,90 Euro zählten im Jahr 2018 zu den Besserverdienern. Zu den Geringverdienern gehörten alle Beschäftigten, die pro Stunde höchstens 10 Euro verdienten.

Berechnung mittels des Dezilverhältnisses

Die Lohnspreizung zwischen Gering- und Besserverdienern berechnet das Landesamt für Statistik anhand des Dezilsverhältnisses. Hierfür wird der Bruttostundenverdienst, ab dem Beschäftigte zu den Besserverdienern (obere zehn Prozent der Verdienstskala) zählen, ins Verhältnis gesetzt zum Bruttostundenverdienst, bis zu dem Beschäftigte als Geringverdiener (untere zehn Prozent der Verdienstskala) eingestuft werden.

 Je geringer das Dezilsverhältnis ist, desto geringer ist die Lohnspreizung. In Bayern hat der Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienern zwischen 2014 und 2018 leicht zugenommen.

Besserverdiener ab 33,90 Euro Stundenlohn

Wie die bayerischen Statistiker zudem mitteilen, zählten in Bayern im Jahr 2018 Beschäftigte mit einem Bruttostundenverdienst von 33,90 Euro oder mehr zu den Besserverdienern. 

Geringverdiener ab 10 Euro Stundenlohn

Demgegenüber gehörten alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die maximal 10 Euro pro Stunde verdienten, der Gruppe der zehn Prozent mit den geringsten Löhnen an (Geringverdiener). Das entsprechende Dezilsverhältnis lag somit im Jahr 2018 bei 3,39. 

Im Jahr 2014 hatte die Lohnspreizung zwischen Gering- und Besserverdienern 3,34 betragen.

Der Bruttostundenverdienst, der von gleich vielen Beschäftigten unter- wie überschritten wird (Median), belief sich in Bayern 2018 auf 17,28 Euro. 

Auch der Verdienstabstand der Besserverdiener zur Mitte der Lohnskala hat sich von 2014 (1,93) bis 2018 (1,96) etwas erhöht. Allerdings blieb das Verhältnis des mittleren Verdienstes zum Schwellenwert der Geringverdiener im Vergleichszeitraum konstant bei 1,73.

Von Kreisbote

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