"Fortschritt in Sachen Mobilität erreicht"

Spatenstich bei Westumfahrung Gilching und Grüne demonstrieren gegen Verkehrsplanung

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Beim Spatenstich v.li.: Max Huber, Marcus Wilhelm, Christian Wilhelm, Georg Scheitz, Ilse Aigner, Manfred Walter, Ute Eiling-Hütig, Stephan Lindner, Rudi Reimann, Alexander Murr.

Gilching – Die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Ilse Aigner, hatte beim Spatenstich am Freitag an der Weßlinger Straße lobende Worte für die Gemeinde und den Bürgermeister Manfred Walter. Um die 100 Gäste waren gekommen, um dieses Ereignis, welches schon seit 30 Jahren geplant wird, zu feiern. Für die Grünen gab es an diesem Tag nichts zu feiern, sie demonstrierten mit Veteranen des Bund Naturschutz.

„Hier in Gilching erreichen wir einen echten Fortschritt in Sachen Mobilität. Diese Straße wird für Gilching eine wesentliche Entlastung“, sagte Aigner beim Spatenstich am Freitag. Das sieht auch Bürgermeister Walter so. „Gut Ding will Weile haben“, betonte er. Drei Bürgerentscheide gab es und letztendlich hat die Mehrheit der Bürger entschieden, die Trasse zu bauen und für eine Verkehrsentlastung zu sorgen. „Die Bürger werden von der Trasse profitieren. Weniger Verkehr, Feinstaubbelastung und mehr Sicherheit“, so Walter. Einen Dank sprach er auch an die Grundstückeigentümer aus, ohne sie wäre der Bau nicht möglich gewesen.

20 Mio Euro für fünf Kilometer und Grund 

2019 soll die fünf Kilometer lange Umfahrung fertig sein. Der Grunderwerb und der Bau kosteten 20 Mio Euro. „In den letzten Tagen haben wir mit heißen Nadeln den Zuwendungsantrag gestrickt, den wir heute an Ilse Aigner, bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, übergeben werden,“ sagte Walter. Immerhin wird ein Zuschuss in Höhe von 15 Millionen erwartet. Aigner sagte in ihrer Rede eine Unterstützung zu. „Seit mindestens 15 Jahren habe ich auch während meiner Zeit als Bundestagsabgeordnete persönlich miterlebt, was es bedeutet, wenn ein Ort durch zu viel Verkehr belastet wird. Respekt an die Gemeinde Gilching, die Entlastungsstraße in Sonderbaulast anzupacken“, so Aigner. Die Gemeinde wird diese Summe aber erst einmal vorstrecken müssen.

Anja Kiemle und Annika Schramm, Sprecherinnen des Gilchinger Ortsverbands der Grünen, waren mit einigen weiteren Demonstranten vor Ort, damit „über den Feierlichkeiten rund um den ersten Spatenstich zur Westumfahrung die Umweltschäden, die mit diesen Projekt einher gehen, nicht übersehen wird.“ Für sie ist die „Beschädigung des Lebensraumes von Mensch und Natur kein Grund zu feiern“, so Kiemle. „Wir sind heute hier, nicht um zu diskutieren. Aber, die Zukunft sollte bei solchen Planungen bedacht werden“, sagte sie.

Wichtige Verbindung zwischen Gewerbegebieten 

Auch Vize-Landrat Georg Scheitz sprach beim Spatenstich und verdeutlichte seine Hochachtung, „dass die Gemeinde nicht gleich beim ersten Gegenwind der Trassen-Gegner eingeknickt ist. Ich danke allen, die drangeblieben sind und die Bedeutung der Straße als wichtige Verbindung zwischen unseren Gewerbegebieten erkannt haben“, sagte er. Die Sieger bei diesem Projekt sind die Bürger – auch wenn es 30 Jahre gedauert hatte. Musikalisch begleitet wurde das Fest mit anschließender Bewirtung im Rathaus durch die Blaskapelle Gilching.

Von Alma Jazbec

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