Spende für Ankauf der alten Schule

Auf das Indienhilfe-Team wartet viel Arbeit. Nach dem Ankauf der alten Schule steht die Sanierung auf dem Programm. Foto: Polster

Die erste Stiftungsratssitzung „Hilfe für Indien“ fand erstmals im eigenen Hause an der Luitpoldstraße in Herrsching statt. Mit dabei das Stifterehepaar. Die Spende von 320.000 Euro wurde in den Ankauf der alten Schule investiert.

      „Wenn mehr Menschen auf Luxus verzichten und statt dessen soziale Einrichtungen unterstützen würden, gäbe es weniger Not auf der Welt“, sagte das Stiftungsehepaar. Wie berichtet, hatten das Pfaffenhofener Unternehmerpaar 320.000 Euro für die neue Stiftung „Hilfe für Indien“ zur Verfügung gestellt. „Wir haben das gerne getan. Wollen aber namentlich im Hintergrund bleiben“, erklärten sie unisono. Ihr Engagement begründete das Paar mit ihrem Faible für indische Kultur, indischem Essen und „der Liebe zu diesen Menschen“. Da ihrer Meinung nach aber viele so genannte Entwicklungshilfe-Organisationen zu viel Geld in Verwaltung und undurchsichtige Kanäle stecken, sei man auf die Idee gekommen, ein Stiftung zugunsten von Projekten in Indien, jedoch unter Schirmherrschaft der Herrschinger Organisation zu eröffnen. „Wir haben Elisabeth Kreuz und ihr Team vor 23 Jahren kennen und schätzen gelernt und auch schon die Jahre über gespendet. Hier wird transparent und sparsam gearbeitet und kein Geld verschwendet. Die Indienhilfe hat unser vollstes Vertrauen.“ Der Stiftungsvorstand setzt sich aus der Ärztin Elisabeth Kreuz, dem Physiker Dirk Prvoost und dem Hauptschullehrer Udo Kirkamp zusammen.    Im Rahmen der ersten Sitzung hat der Stiftungsrat, zur Rats-Vorsitzenden wurde Sabine Dlugosch gewählt, dazu einstimmig beschlossen, den Großteil des Stiftungsvermögens, das sich durch Zustiftungen auf 335.000 Euro erhöht hat, in die Immobilie „Alte Schule“ anzulegen. Wie berichtet, ist die Indienhilfe mit Dritte-Welt-Laden in dem Gebäude an der Luitpoldstraße seit 25 Jahren untergebracht. Das Haus soll nach der Renovierung und dem Auszug des Jugendhauses, das eine neue Bleibe erhält, unter anderem durch Veranstaltungen Einnahmen einspielen, die dann wiederum in ausgewählte Projekte der Indienhilfe fließen. Trotz der großzügigen Stiftung sind Kreuz und Mitstreiter weiterhin auf Spenden und Zustiftungen angewiesen. „Als Mindestbetrag für Zustiftungen wurden tausend Euro festgelegt“, erklärte Kreuz. Interessenten erhalten weitere Informationen unter stiftung@indienhilfe-herrsching.de oder unter der Telefonnummer 08152/1231.

Meistgelesen

Starnberg: Wenn die Schwester beim Bruder im Handy-Laden vorbeischaut...
Starnberg: Wenn die Schwester beim Bruder im Handy-Laden vorbeischaut...
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Gilchinger Heimatmuseum "Schichtwerk" im Werson-Haus eröffnet
Gilchinger Heimatmuseum "Schichtwerk" im Werson-Haus eröffnet
Starnberger See: Auswirkungen eines Wehrmanagement bei Hochwassergefahr getestet
Starnberger See: Auswirkungen eines Wehrmanagement bei Hochwassergefahr getestet

Kommentare