Bauausschuss votiert für Umgestaltung am Nepomukweg

"Grundstück ist ein Schmuckstück"

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Starnberg – Gegen die Stimmen von Patrik Janik (UWG) und Annette von Czettritz (Grüne) hat sich der Starnberger Bauausschuss am vergangenen Donnerstag für einen Antrag der BMS ausgesprochen, die Fläche der ehemaligen Seenschifffahrt zu einem öffentlichen Park umzugestalten.

Einstimmig votierte das Gremium dafür, im Zuge dessen auch den umstrittenen Spielplatz am Nepomukweg zu überarbeiten. Diese Ergänzung des BMS-Antrags hatte Professor Günther Picker (WPS) angeregt. „Das ist ein Teil der Seeanbindung, der innerhalb eines Jahres verwirklicht werden kann“, warb Pfister in der Diskussion für Zustimmung. „Das Grundstück ist ein Schmuckstück an der Perlenkette unserer Seepromenade.“ Vorbehaltlose Unterstützung gab es denn auch von der CSU. „Wir stimmen mit der BMS überein“, so Ludwig Jägerhuber, denn für die CSU sei schon früher klar gewesen, das Grundstück der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. „Der Antrag entspricht unserer politischen Intention.“ Sein Fraktionskollege Gerd Weger brachte zudem noch einmal die Idee eines Hotels ins Spiel: „In der Mitte des Parks wäre sicher Platz für ein kleines Hotel und wir müssen auch wirtschaftlich denken.“ Günther Picker hielt dem entgegen, dass der Kaufpreis für das Gelände nur so günstig gewesen sei, weil man es als Grün- fläche bekommen habe. „Wenn wir etwas anderes daraus machen, dann müssen wir nachzahlen.“ Picker schloss sich jedoch der Kritik Wegers an der derzeitigen Gestaltung des Spielplatzes am Nepomukweg an, den Weger als „Totgeburt“ bezeichnete. Bürgermeisterin Eva John signalisierte, „dass wir uns Gedanken über die Neugestaltung des Spielplatzes machen werden“.

Walter Jann (BLS) sah in dem Antrag der BMS die Entwicklung zu einer „gedämpften“ Seeanbindung. „Wenn wir so weitermachen, kommen wir zu einer schmucken Seepromenade“, so Jann. Rund 175.000 Euro hat die Verwaltung für die Umsetzung veranschlagt, dazu kommen noch etwa 145.000 Euro für den Abbruch der Bestandsgebäude. Für den laufenden Unterhalt des Parks ist ein Budget von 30.000 Euro vorgesehen. Im kommenden Frühjahr soll es losgehen, sodass zu Beginn der Sommersaison das Grundstück als öffentliche Grün- und Erholungsfläche mit Beachvolleyball-Platz, eventuell einer Stockschützenbahn und einem Gastro-Kiosk samt Toiletten genutzt werden kann. Was den Kiosk betrifft, hofft John auf einen Investor, „da der Kiosk nicht primäre Aufgabe der Stadt ist“. sb

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