14. Kulturpreis

"Ergebnis war einmütig"

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Starnberg – „Wir haben uns als Jury fünf Stunden lang mit den eingegangenen Arbeiten beschäftigt – das Ergebnis war einmütig“, sagte Bürgermeisterin Eva John bei der kleinen Feier zur 14. Vergabe des Kunstpreises der Stadt Starnberg seit 1989 im großen Saal der Schlossberghalle:

Zur 1. Preisträgerin unter 74 Bewerbern mit „Lebensmittelpunkt im Landkreis“ wurde die ehemalige Gymasiallehrerin Annemarie Hahne-Schwanke aus Starnberg gekürt, die sich in ihren Arbeiten der gegenwärtigen Flüchtlingsthematik annimmt. Die Begründung der Juroren lautet: „Die Suggestionskraft der drei Bootsbilder (…), nicht die Aktualität des Themas, gab den Ausschlag für die Entscheidung. Vielmehr kommt die Dramatik der Bootsflüchtlinge – eine politisch akzentuierte Metapher des Überlebenskampfes, nah dem Floß der Medusa des Géricault – durch die Qualität der Malerei zum Vorschein. Jedes der drei Bilder vermittelt eine andere visuelle und emotionale Erfahrung.“ Hahne-Schwanke darf als Kunsrpreisgewinnerin gemäß diesjähriger Ausschreibung „vom 1. Februar 2016 bis 31. Januar 2018 im Paul-Thiem-Atelier an der Josef-Fischhaber-Straße arbeiten und dieses kostenlos nutzen.“ Daran anschließend wird die Stadt der Preisträgerin eine Kunstausstellung organisieren.

2. Preisträgerin ist in diesem Jahr Nataly Maier, ebenfalls aus Starnberg – die Jury schreibt zu ihren eingereichten Werken:„Die strengen, in waagerechten Streifen gehaltenen Tafeln (…) balancieren zwischen Abstraktion farbiger Klänge und räumlichen Assoziationen, in denen Boden und Wasser an eine Himmelszone grenzen. So können sich die Betrachter wechselweise auf atmosphärische Stimmungen oder auf rhythmische Farbfolgen einlassen.“

Zum 3. Preisträger bestimmte das Gremium den studierten Bühnen- und Kostümbildner Frank Körner-Pollok aus Weßling: „Die Bilder (…) sind weder gemalt noch gezeichnet, sondern genäht. Mit subtilem Gefühl wurden zartfarbige, rechteckige Flächen ausbalanciert und spontane Linienzeichnungen, in Flächen übertragen, darüber gesetzt. Die stillen Arbeiten überzeugen durch ihren ästhetischen Reiz, ihre poetischen Stimmungen und ihre zarte Ironie.“ Bei den 2. und 3. Preisträgern „tätigt die Stadt Starnberg einen Gemäldeankauf“, heißt es in der Ausschreibung. Die Jury um Bürgermeisterin John bestand, wie schon fast „traditionell“, aus vielen ehemaligen Kunstpreisträgern der Stadt und des Landkreises sowie aus Kunsthistorikern, Kunstpädagogen und der Kulturjournalistin Astrid Amelungse-Kurth: Professor Thomas Zacharias (Leutstetten), Rosemarie Zacher (Gauting), Ina Kohlschovsky-Lang (Söcking), Monika Urban (München), Katharina Kreye (Starnberg), Josef Rohrhirsch (Kusstverein „Die Roseninsel“, Feldafing).

Die Ausstellung mit den jeweils drei eingereichten Arbeiten sämtlicher Bewerber (57 der 74 Teilnehmer sind Frauen) um den Kunstpreis Starnberg war dann am vergangenen Wochenende in der Schlossberghalle zu sehen. mps

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