„Unbespielbar“

Stadt Starnberg muss FT09-Kunsrasenplatz für viel Geld sanieren

Kunstrasenplatz
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Der Kunstrasenplatz der Starnberger Freien Turnerschaft 09 wird von vielen Vereinen genutzt. Das setzt dem Spielfeld ordentlich zu. Für die Sanierung muss die Stadt Starnberg nun ordentlich in die Tasche greifen.

Starnberg - Eine Renovierung des maroden Kunstrasen-Platzes bei der Freien Turnerschaft 09 ist schon lange überfällig. Jetzt kommt die Stadt trotz höchst angespannter Haushaltslage nicht mehr darum herum und muss etwa 400.000 investieren – weil sie die Planung in diesem Fall selber machen kann, wird die Sanierung nicht noch teurer.

Im Haupt- und Finanzausschuss war bald allen klar, dass bei dem 19 Jahre alten Kunstrasen – dem in dieser Fußballfeldgröße einzigen in der Stadt - dringend gehandelte werden musste: „Für uns ist die schnellste Lösung die bevorzugte“, sagte der FT-Vorsitzende Franz Holzinger, als er Montag im Ausschuss zu Wort gebeten wurde. Der Platz sei nämlich seit langem praktisch unbespielbar, so Holzinger, der mit seiner diesbezüglichen Hartnäckigkeit und der Instandsetzung des Kunstrasens den Stadtoberen schon eine ganze Weile in den Ohren liegt. Die Verwaltung hatte für die im Kern unstrittigen Maßnahmen zwei Varianten angeboten: Austausch des Unterbaus nebst Auftragen eines neuartigen Belages (hätte einen externen Planer benötigt und wäre veranschlagt auf 516.000 Euro gekommen, außerdem gibt es noch keinerlei Erfahrungen mit längerfristiger Haltbarkeit) oder eben die „günstigere“ Lösung, für die der Haupt- und Finanzausschuss dann einhellig aussprechen sollte: Demnach soll der Unterbau unangetastet bleiben, nur Belag und Füllung entfernt, diese mit einem Mischung aus Sand und Kork ersetzt werden, obenauf kommt wieder der Kunstrasen. 

Holzinger hatte in weiterer „Überzeugungsarbeit“ die ganzjährig starke Nutzung des FT-Platzes ausgeführt: durch die eigenen Fußball-Teams aller Altersklassen, die Argonauts-Footballer, die Kinder der unweit gelegenen Schlossbergschule. Es sei bereits schwierig, so der FT-Boss, „da überhaupt noch Zeiten zu buchen“ - der Platz werde indes langsam „unbespielbar“. Die Mitglieder des Ausschusses koppelten ihren Investitionsbeschluss mit einer Prüfung der Fördermöglichkeiten, die der Bayerische Landessportverband (BLSV) womöglich böte. Allerdings stellt es in diesem Fall einen Nachteil dar, dass nicht die Freie Turnerschaft als Verein, sondern die Stadt Eigentümerin des Kunstrasenplatzes bzw. Bauherrin ist. CSU-Stadtrat Ludwig Jägerhuber regte anlässlich dieser unausweichlichen Sanierungsmaßnahme an, einmal grundsätzlich zu überlegen, ob denn wirklich jeder Ortsteil Starnbergs einen großen Sportplatz haben müsse, den es dann zu unterhalten gelte – eine „Bündelung“, so Jägerhuber, wäre in Anbetracht der Haushaltslage wünschenswert, ohne dass sich einzelne Vereine deshalb gleich auflösen müssten.

Thomas Lochte

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