Stadtmarketing Starnberg

Auf Schultheis folgt Funk

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Starnberg – Der Verein Stadtmarketing hat einen neuen Vorstand.

Die Starnberger Geschäftsleute Gerald Funk, Christian Klammer und Ulrich Beigel lösen Verena Papke, Ole Schultheis und Michael Lang ab. Sie gaben ihre Ämter ab, weil sie vor allem mit der Struktur des Vereins und somit mit den Kompetenzen und der Aufgabenverteilung nicht mehr einverstanden sind. Deshalb beschloss die Mitgliederversammlung am Dienstagabend im Bayerischen Hof auch einen vier Punkte umfassenden Antrag an den Stadtrat, um die künftige Rolle des Vereins zu klären. Ohne diesen Vorstoß in Richtung Stadtspitze hätte sich die Drei im Übrigen auch nicht verpflichten lassen. „Alternativ beschließen wir heute gar nichts und wählen auch keinen neue Führung und wickeln in sechs Wochen den Verein ab“, zeichnete Stadtförderer Lars Werkmeister ein düs- teres Bild für die Zukunft. Und der scheidende erste Vorsitzende und ehemalige Buchhändler Ole Schultheis beschwor die Versammlung, „wir stehen heute am Scheideweg“. Und dabei kann sich die Bilanz für 2012 sehen lassen: Über 270.000 Euro an Einnahmen, davon allein 39.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen, stehen Ausgaben von etwas mehr als 250.000 Euro gegenüber. Zweifelsohne das Highlight im vergangenen war der Starnberger Eiszauber auf dem Kirchplatz, der an seinen zehn Tagen „alle Erwartungen“, so Lars Werkmeister, mit 3.000 Besuchern übertroffen hat. Bei der „Gala der guten Taten“ gingen über 12.000 Euro an Spenden an soziale Zwecke und zur „Nacht der langen Tafel“ kamen nach Werkmeisters Schätzung bis zu 4.000 Gäste nach Starnberg. Für den „Sackinger“ – ein Knautschsessel, der den Kirchplatz etwas gemütlicher machen soll – liegen bereits sechs weitere Bestellungen vor und mit der Teilnahme am Schaufenster-Wettbewerb zum Fünf Seen Filmfestival ist man ebenfalls sehr zufrieden. „So wie es bisher gelaufen ist, geht es auf keinen Fall weiter“, schwor Schultheis die Mitglieder ein. Denn einer organisatorische Trennung von Stadtmarketing und Citymanagement geht es auch um Haftungsfragen und um die Bezahlung von Personal und Miete. Bislang bekommt der Verein von der Stadt einen Zuschuss von 70.000 Euro, dazu kommen Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse von Sponsoren. Aus diesem Topf wird heute alles bezahlt. „Wir müssen vor jeder Aktion schauen, ob wir das Geld haben“, schilderte Werkmeister. Der Vier-Punkte-Antrag sieht vor, dass künftig eine Stabsstelle – eingerichtet von der Stadt – die Kosten für Personal und Miete der Geschäftsstelle übernimmt. Was bedeuten würde, das Lars Werkmeister in Zukunft direkt dem Bürgermeister unterstellt ist. Weiter fällt die Außendarstellung Starnbergs an das Rathaus; der Verein Stadtmarketing würde sich also ausschließlich auf das Citymanage- ment konzentrieren und die Interessen der Händler, Dienstleister und Gastronomen über- nehmen und weiterhin Aktionen organisieren. Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger, der dem alten wie dem neuen Vorstand qua Amt angehört, sieht auch bei der Finanzierung – im Gespräch ist eine Verdoppelung des Zuschusses auf 150.000 Euro – durchaus eine Mehrheit im Stadtrat. Er will das Thema in der Septembersitzung behandeln. „Wir geben heute die Initialzündung für die Umstruktu- rierung eines arbeitsfähigen Konstrukts“, schloss Schultheis etwas kryptisch den Abend. Oliver Puls


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