Kultur im Bahnhof

Konzept für historischen Bahnhof Starnberg

Starnberg – Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude am See soll künftig überwiegend öffentlich genutzt werden können. Für die Tourist-Information ist jedoch kein Platz.  

Im so genannten Kulturbahnhof soll Platz für eine Gastronomie und kommerzielle Nutzung wie Zeitungsverkauf - touristische Info (ohne Beratung) sowie im Obergeschoß kleine Räume für Vereine und Bürger geschaffen werden. Darin waren sich alle Parteien und Gruppierungen im Stadtrat einig. Das Konzept soll den Bürgern nun bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt werden.  

Vom Tisch ist die Idee, dass auch der Tourismusverband in das historische Gemäuer einzieht. Dieser hätte zusätzlich zu einem Info-Point im Erdgeschoß einen Teil des Obergeschoßes für Büros gebraucht. Damit wäre dort nur noch die Hälfte für kulturelle Nutzungen möglich gewesen. Zuviel fanden die meisten Stadträte und lehnten mehrheitlich die Nutzung durch den Tourismusverband ab.

Bereits 2009 war ein Nutzungskonzept für die Räumlichkeiten im Bahnhof See als Grundlage für weitere Planungen beschlossen worden. Allerdings wurden diese dann erst einmal zurückgestellt - wegen langjähriger Mietverträge war damals nicht abzusehen, wann diese beendigt werden könnten. Im Februar dieses Jahres hatte sich dann plötzlich abgezeichnet, dass das Gebäude bis auf die Bahnhofsbuchhandlung geräumt sein würde. Das historische Bahnhofsgebäude gehört seit einigen Jahren der Stadt, die es im Tausch gegen den Bahnhof Nord von der Bahn bekommen hat. In den Folgemonaten hatten die Stadtratsfraktionen dann Zeit ihre Stellungnahmen abzugeben. Dabei hatte sich herauskristallisiert, dass sich die Mehrheit eine kulturelle und öffentliche Nutzung für das Gebäude wünscht. Eine rein kommerzielle Nutzung des Bahnhof Sees wird nicht als wünschenswert betrachtet. Damit auch  Bürger die Möglichkeit haben, ihre kreative Ideen und Wünsche einzubringen, was künftig in dem „Kulturbahnhof“ sein soll,  wird die Stadt bei einer Informationsveranstaltung das vorläufige Nutzungskonzept vorstellen. Demnach könnte zusätzlich zum König-Ludwig-Saal, in dem bereits kulturelle Ereignisse stattfinden, ein weiterer Raum im Erdgeschoß unter anderem für Ausstellungen geschaffen werden. Im westlichen Bereich ist Gastronomienutzung vorstellbar  mit Verkauf von Zeitschriften und Backwaren sowie ein Bereich für touristische Informationen ohne persönliche Beratung. Für das Obergeschoß ist im östlichen Gebäudeteil ein weiterer Saal für ganz unterschiedliche Nutzungen angedacht  sowie kleinere Räume im westlichen Abschnitt, die Vereinen, Bürger oder Fraktionen zur Verfügung gestellt werden könnten. Alternativ wäre hier aber auch eine feine Gastronomie denkbar - mit freiem Blick über den Starnberger See auf die Alpenkette. Im Dachgeschoß sollen aufgrund der fehlenden Unterkellerung des Gebäudes notwendige Abstell- und Lagerflächen sowie Abstell- und Technikräume untergebracht werden. 

Abgesehen von diesen Nutzungsvorschlägen hatten die unterschiedlichen Fraktionen noch weitere Wünsche wie beispielsweise die Einrichtung eines Trauungszimmers oder ein gläserner Anbau im Erdgeschoß, der die denkmalgeschützten Säulen des Vordachs  integriert oder einen Balkon im ersten Stock.  Andrea Jaksch

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