75 Jahre Oberpfaffenhofen

Entwicklung am Forschungsstandort gewürdigt

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Horst Steinberg ließ die drei Phasen, die der Standort Oberpfaffenhofen durchlaufen hat, im Rahmen der Feierlichkeiten noch einem Revue passieren.

Oberpfaffen – Einer, der den Standort Oberpfaffenhofen kennt, wie kein Zweiter und ihn auch zeitweise mit geprägt hat, ist Horst Steinberg. 

Seit 1968 mit dem Sonderflughafen beruflich verbunden, unter anderem als ehemaliger DASA- Manager, sprach er anlässlich der Feier „75 Jahre 

Forschungsstandort Oberpfaffenhofen“ von drei Phasen, die der Standort durchlaufen hat. Von der Gründung als Privatflughafen und dem Aufbau der Dornier-Werke über eine erfolgreiche Zeit als Flugzeugbauer bis hin zur Insolvenz von Fairchild-Dornier im Jahr 2002 sei eine abwechslungsreiche Geschichte geschrieben worden. In der dritten Phase stehe nun die Forschung in Bezug auf Luft- und Raumfahrt im Vordergrund. „Es haben sich mittlerweile 40 Unternehmen angesiedelt, die über 4.000 Mitarbeiter beschäftigen. Und, wir dürfen mit weiteren Ansiedlungen rechnen“, sagte Steinberg. Er ist seit seiner Pensionierung unter anderem im Aufsichtsrat der RUAG und im Vorstand der „bavAIRia“ vertreten. In Bezug auf den von Anliegern kritisierten Flugbetrieb meinte der Experte: „Der Flugbetrieb ist allgemein sehr viel leiser geworden. Daran wird auch die Genehmigung für den Geschäftsreiseflugverkehr nichts ändern.“ Großes Lob sprach Steinbarg den mittelständischen Unternehmen aus. „Viele von ihnen haben ihr ganzes Geld in den Betrieb gesteckt, um so den Standort mit zu unterstützen.“ Ein Wermutstropfen jedoch trübte den positiven Rück- und Ausblick Steinbergs, bis 2007 Geschäftsführer der RUAG Aerospace Deutschland. Die von der RUAG vor drei Jahren wieder aufgenommene Produktion der Dornier 228 New Generation, das Nachfolgemodell der erfolgreichen Dornier 228, habe zu seinem Bedauern nicht so eingeschlagen, wie erwartet. „Die Do 228 NG ist ein ausgezeichnetes Projekt, leider aber ein Nischenprojekt. Die Bestellungen laufen deshalb nur sehr unregelmäßig.“ Um die „Unterbeschäftigung“ in der Sparte auszugleichen, habe das Unternehmen kürzlich eine Anpassung an die Nachfrage vorgenommen. Was so viel bedeutet, wie, Mitarbeiter wurden versetzt beziehungsweise in Qualifizierungsmaßnahmen ausgelagert. „Nur so können wir zukunftsfähig bleiben“, betonte Steinberg.  pop

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