Im Landkreis sind die Corona-Infektionszahlen hoch

In Starnberg bald mehr Patienten auf Station?

Im Starnberger Krankenhaus werden gerade sechs Corona-Patienten auf der Isolierstation behandelt.
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Im Starnberger Krankenhaus werden gerade sechs Corona-Patienten auf der Isolierstation behandelt.
  • VonPetra Straub
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Starnberg/Gauting – Die Anzahl der gemeldeten Corona-Infizierten steigt. Auch im Landkreis Starnberg. Dass der Wert dort aktuell etwas höher ist als in den umliegenden Landkreisen könnte daran liegen, dass das zuständige Gesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung schnell ist und viele Personen testet. Eine Erklärung des Landratsamts und wie die Kliniken im Landkreis auf die Situation vorbereitet sind.

Die Tendenz sei überall die gleiche, „die Zahlen gehen nach oben“, erklärt Pressesprecher Stefan Diebl vom Landrats-
amt Starnberg. Andere Auslöser – etwa Großveranstaltungen, bei denen sich Personen angesteckt haben – seien nicht bekannt. Erkennbar sei jedoch, dass die Omikron-Variante – wie erwartet – auf dem Vormarsch ist.

Landkreis Starnberg geht von steigenden Infektionszahlen aus

Dass die Zahl der registrierten Infizierten im Landkreis Starnberg höher ist als in den umliegenden Gebieten erklärt Diebl mit den durchgeführten Maßnahmen des zuständigen Gesundheitsamts. Es sei bei der Kontaktverfolgung „zeitlich nah dran“ und generiere somit mehr Fälle. „Je mehr getestet wird, umso mehr positive Fälle gibt es. Das ist gut, weil man sie erkennt und nachverfolgen kann.“ Ungewiss sei noch, wie sich die dreimal wöchentlich vorgeschriebenen Schnelltests auswirkten, die seit dieser Woche bei Kindern, die Tagesstätten besuchen durchgeführt werden. Das Landratsamt geht laut Diebl davon aus, dass die Zahl der Corona-Infizierten weiter steigt. Vor diesem Hintergrund verweist er auf die hohe Impfquote im Landkreis Starnberg.

„Wir sind gut dabei, aber eine Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung.“ Bei Geimpften verlaufe die Erkrankung jedoch im überwiegenden Fall sehr mild. Es gebe sogar Infizierte ohne Symptome. Der erste Omikron-Fall ist im Landkreis am 22. Dezember aufgetaucht. Am Dienstag waren es schon 268 bestätigte Fälle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Starnberg höher als im Umland

Bei 592,2 lag die Sieben-Tage-Inzidenz (Zahl der an Corona Infizierten pro 100.000 Einwohner) bei Redaktionsschluss im Landkreis Starnberg. In Weilheim-Schongau lag der Wert mit 514,2 noch darunter, auch in Landsberg mit 582,6 und Fürstenfeldbruck mit 342,4. Die Zahlen steigen jedoch in allen Landkreisen. Deshalb sorgen die Krankenhäuser entsprechend vor.

Aktuell keine Corona-Patienten auf den Intensivstationen

Wie Stefan Berger, der Pressereferent der Starnberger Kliniken, erläutert, liegt aktuell im Klinikverbund Starnberg-Seefeld-Herrsching keine Person auf einer Intensivstation. In der Starnberger Klinik wurden zu Redaktionsschluss fünf Patienten behandelt, jedoch lediglich auf der normalen Isolierstation. Zudem wurde ein Verdachtsfall behandelt.

Krankenhäuser im Hab-Acht-Modus

Berger spricht von „Normalbetrieb“ im Klinikverbund. Noch sei die Lage „relativ entspannt“, man sei jedoch im „Hab-Acht“-Modus und bereite sich auf einen möglichen Betrieb mit mehr Coronapatienten vor. Dabei erwähnt er den zweimal wöchentlich zusammenkommenden Krisenstab und den Austausch der Ärzte im Klinikverbund, die alle die Entwicklung beobachten, die sich zeitverzögert auf den Betrieb in den Krankenhäusern auswirkt. Bei Bedarf könnten planbare Operationen abgesagt werden, so Berger. Der Notfallbetrieb sei jedoch immer gewährleistet.

Auch in der Asklepios Klinik Gauting ist die Lage stabil

Auch in der Asklepios Klinik in Gauting ist die Lage noch „relativ stabil“, wie Pressereferentin Beatriz Parente Matschke schildert. Zwei Personen mit dem Corona-Virus werden dort auf der Isolierstation behandelt. Sechs seien es auf der Intensivstation, alle würden beatmet. Im kürzlich durchgeführten Gespräch mit dem Chefarzt habe sich gezeigt, dass die Patienten und Patientinnen auf der Normalstation (Isolierstation) anders als im vergangenen Winter nur kurz verweilten. Weil sie entweder schnell auf die Intensiv- und – was häufiger der Fall sei – wieder entlassen würden. Die aktuelle Belegung der Intensivstation mit sechs Personen (fünf davon ungeimpft) bezeichnet sie als durchschnittlich. Sie sei im Dezember 2020 sowie Januar und März 2021 wesentlich höher gewesen. Anders als das Landratsamt, das erste Omikron-Patienten registriert, ist diese Variante im Gautinger Krankenhaus noch kein Thema. „Omikron ist noch nicht angekommen“, erklärt Beatriz Parente Matschke. Doch wenn die Belegung durch die Ausbreitung dieser Variante auch dort steigt, ist man gerüstet. Dann können zu den zwölf Intensivbetten weitere aus der Entwöhnungsstation dazugenommen werden.

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