Starnberger FDP sucht Austausch

Dialog und Diskussion

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Starnberg – Starnbergs Liberale wollen künftig verstärkt den Kontakt zu den Bürgern suchen und sich dabei nicht nur über spezifische Themen die Kreisstadt betreffend austauschen, sondern auch allgemeine Themen in den Fokus stellen.

Ziel: „Die Bürger, die vielleicht müde sind von der Politik, wieder mehr einzubinden“, sagte FDP-Ortsvorsitzende Heike Barall-Quiring bei einem Pressegespräch. Ein Mittel dazu werden regelmäßige Informations- und Diskussionsveranstaltungen sein.

Mit „Stadtentwicklung in Starnberg - Status und Chancen“ ist die erste Veranstaltung der FDP am Donnerstag, 12. November, überschrieben. Dazu kommen ab 19.30 Uhr im Tutzinger Hof noch die Themen Elektromobilität und Verkehrsentwicklungsplan. In der anschließenden Diskussion stehen die Stadträte Iris Ziebart und Anton Wiesböck sowie Mitglieder des Ortsverbandes den Bürgern Rede und Antwort. Auch mit ihren Stadtratskollegen wollen sich die Liberalen künftig vermehrt austauschen und sparen dabei nicht mit Lob für die Stadtverwaltung: „Die Effizienz der Sitzungen ist durch die klaren Vorgaben von Beschlüssen gestiegen“, so Stadtrat Anton Wiesböck. Für Iris Ziebart ist das dem Umstand geschuldet, dass die Arbeit innerhalb des Stadtrates und den Ausschüssen wesentlich straffer organisiert sei.

Was den ewigen Zankapfel Verkehr betrifft, sprachen die FDPler von einem „Glaubenskrieg“ der seit Jahren geführt werde. Ziebart monierte in diesem Zusammenhang, dass es bisher nie einen Vergleich gegeben habe, wieviel Entlastung die jeweils diskutierten Wege in der Stadt tatsächglich bringen. Der derzeit vom Büro SHP aus Hannover in Arbeit befindliche Verkehrsentwicklungsplan (VEP) soll Licht ins Dunkel bringen. „Im Januar gibt es erste Ergebnisse“, kündigte Ziebart ab. „Dann haben wir Zahlen, mit denen wir sachlich diskutieren und die erbitterte Diskussion endlich befrieden können.“

Bezüglich der viel diskutierten Seeanbindung verwiesen die Liberalen auf den Beschluss des Stadtrates, dass vor einer Abstimmung des Gremiums eine „aktualisierte und vollständige Kalkulation aller zu erwartenden Ausgaben und Risiken, sowie deren Finanzierung“ erstellt werden muss. Diese liege jedoch noch nicht vor. „Wir müssen uns aber darüber im Klaren sein, wenn wir am Bahnvertrag festhalten, kein Ausbau kommt“, so Ziebart. Denn jede Planung, die die Gleise „anfasst“, bedeutet, Zugänge, Unterführung, Bahnsteige und Dächer bleiben auf viele Jahre der Planung, Abstimmung und Genehmigung wie sie sind. „Wir müssen endlich, unabhängig von der Bahn, die Promenade attraktiv und den Bahnhofsplatz verkehrsberuhigt gestalten“, fordert Ziebart. Entsprechende Anträge hat die FDP bereits gestellt, die am Montag, 9. November, im Rahmen der Sitzung des „Projektausschusses See“ behandelt werden. sb

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