Unschöne Zustände

BRK Starnberg klagt über Müll in Altkleidercontainern

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Immer wieder werden die Altkleidercontainer des BRK-Starnberg als Mülleimer verwendet. Für die ungewollte Reinigung muss das Rote Kreuz tief in die Tasche greifen.

Landkreis - Kleiderspenden sind eigentlich eine schöne Sache. Gut erhaltene Jeans, T-Shirts oder Pullover, die nicht mehr getragen werden, wandern nicht automatisch in den Müll, sondern kommen anderen Menschen zugute, die sich alltägliche Dinge, wie Kleidung, aus unterschiedlichen Gründen nicht leisten können. Zudem tragen die Sachspenden auch ein Stück zu einem nachhaltigeren Leben bei, das in Zeiten einer wachsenden Konsumgesellschaft mehr und mehr in Vergessenheit gerät. Unschön ist es, wenn Kleidersammelstellen als Müllcontainer angesehen werden. In letzter Zeit gab es in den Landkreisgemeinden mehrere solcher Begebenheiten, in denen mobile Abgabestellen kurzerhand zu Müllhalden umfunktioniert wurden.

Leidtragende dieser Vorfälle sind nicht nur Bedürftige, sondern auch die Hilfsorganisationen selbst, z. B. das Bayerische Rote Kreuz in Starnberg, welche für die Kosten der Abfallbeseitigung aufkommen müssen. „Im Durchschnitt sind ca. 1/3 des Inhalts für uns nicht verwertbar und wir müssen für die Entsorgung auch noch zahlen“, sagt Georg Rötzer, Bereichsleiter für die Einsatzdienste des BRK Starnberg. Immer finden sich in den Containern Kleidung, Schuhe, Bettbezüge und Vorhänge, die für eine Wiederverwendung komplett unbrauchbar sind. Der in den Großbehältern unrechtmäßig entsorgte Müll verschmutzt gut erhaltene Kleidung so stark, dass diese für eine erneute Nutzung unbrauchbar wird.

Appell an die Vernunft

Aus diesem Grund appelliert BRK-Bereichsleiter Rötzer an die Vernunft der Landkreisbewohner und hofft, dass in Zukunft weniger Müll in den Sammelbehältern landet: „Bitte nur Bekleidung und Schuhe in die Kleider-Container des Roten Kreuzes einwerfen, die zur Abgabe an andere Leute gut geeignet sind“.

Von Florian Ladurner

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