Aus Liebe zu Italien

gwt Starnberg lüftet Geheimnis um die „Venezianerpfähle“ im See

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Isabell Bauch, gwt-Projektleiterin der Veranstaltungsreihe „Region, Wasser, Identität“ lüftete in Tutzing das Geheimnis der Venezianerpfähle. Im Anschluss durften Stegbauer einen neuen Pfahl ins Wasser setzen.

Tutzing – Im Volksmund heißt es, dass München die nördlichste Stadt Italiens sei. Darüber lässt sich streiten. Was aber in jedem Fall stimmt ist, dass die bayerische Monarchie ein Faible für italienische Architektur hatte. Italienische Einflüsse lassen sich aber auch im Landkreis Starnberg ausfindig machen. Bei einem Ausflug mit dem Boot oder Dampferschiff auf dem Starnberger See erblickt das wachsame Auge immer wieder seltene Objekte, die eigentlich typisch italienisch sind. Die Rede ist von sogenannten Holzpfählen, wie man sie vor allem in der Lagunenstadt Venedig antrifft. Vor allem in Tutzing gibt es an einigen Plätzen solche Venezianerpfähle.

Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Region, Wasser, Identität“ lüftete die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg, kurz gwt, zusammen mit Eigentümern eines Seegrundstückes in Tutzing ein ganz besonderes „Seegeheimnis“. Ähnlich wie viele Tagesausflügler und Touristen stellte sich Isabell Bauch von der gwt immer wieder die Frage, warum es in Tutzing Stege gibt, die mit venezianisch anmuteten Pfählen verziert sind.

Voller Neugierde begab sie sich auf Spurensuche und konnte mit Hilfe verschiedener Quellen dem Geheimnis der „Venezianerpfähle“ auf die Spur kommen. Bauch und ihr Rechercheteam räumten bei der Präsentation der Ergebnisse ihrer „Detektivarbeit“ mit dem Gerücht auf, dass die Holzstangen eine Art Hommage an das von Kurfürst Ferdinand-Maria erbaute Zeremonialschiff „Bucentaur“ seien. Der Ursprung der Venezianerpfähle am Starnberger See liege vielmehr in der Liebe eines Tutzingers zu Italien begründet. Um die Tradition der weiß-blau eingefärbten Liebesbeweise weiterleben zu lassen, wurde an einem Privatsteg in Tutzing, nach Offenbarung des „Geheimnisses“, ein neuer Holzpfahl errichtet. 

Billig ist so ein Venezianerpfahl allerdings nicht. Mehr als 2000 Euro kostet die Aufstellung durch eine Fachfirma. Hinzu kommt noch, dass die Auftraggeber an den Freistaat Bayern eine kleine jährliche Gebühr entrichten müssen, um den Pfahl ins Wasser setzen zu dürfen.

Von Florian Ladurner

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