Starnberg soll sich als Fair-Trade-Town bewerben und zertifizieren lassen

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Starnberg – Gegen die Stimme von Klaus Rieskamp (BLS) hat sich der Starnberger Haupt- und Finanzausschuss am Montag für einen Antrag der Grünen ausgesprochen, dass sich Starnberg als Fair-Trade-Town bewerben soll und zertifizieren lässt. Diese Empfehlung muss nun noch den Stadtrat passieren.

„Das Bekenntnis zu fairen und möglichst regionalen Produkten ist ein Beitrag zum Klimaschutz, zur Stärkung der regionalen Wirtschaft und leistet einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit“, heißt es in der Antragsbegründung. „Gerade die Kommunen haben hier Vorbildcharakter und gleichzeitig bedeutet die Zertifizierung einen Imagegewinn für die Stadt Starnberg.“ Weltweit gibt es bereits rund 2.000 so genannte Fair-Trade-Towns, darunter London, Kopenhagen, Rom, Brüssel und San Francisco. Gestartet wurde die Kampagne vor 17 Jahren und ist mittlerweile ein echtes Erfolgsmodell. In Großbritannien, übrigens Vorreiter der Kampagne, gibt es über 600 Fair-Trade-Towns und Wales ist sogar eine ganze Fair-Trade-Nation. Eine Fair-Trade-Town kann ein Kreis, eine kreisfreie Stadt, eine Gemeinde, ein Dorf oder eine Region sein, die sich für eine Unterstützung des Fairen Handels ausgesprochen hat. Im Landkreis Starnberg sind bisher Herrsching und Gauting zertifiziert, Starnberg verwendet auch ohne Titel bereits seit einigen Jahren Präsentkörbe ausschließlich mit regionalen Produkten. Dies soll nun im Rahmen der Kampagne des Vereins Transfair um Getränke aus fairem Handel beziehungsweise der Region erweitert werden, die während der Sitzungen und insgesamt im Bereich des Rathauses verwendet werden. Weitere Teile der Beschlussempfehlung an den Stadtrat sind die Gewinnung von Mitgliedern für die Steuerungsgruppe aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Bürgern, Schulen und Vereinen sowie die Erstellung eines Projektplans, der dann dem Hauptausschuss erneut zur Beratung vorgelegt werden soll. Die Auszeichnung wird für den Zeitraum von zwei Jahren verliehen und wird nach Ablauf erneut geprüft, ob die Kriterien immer noch erfüllt werden. Träger der Kampagne „Fair-Trade-Stadt“ für Deutschland ist der Verein TransFair. Er vergibt das Fair-Trade-Siegel für fair gehandelte Produkte mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.sb

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