Starnberg vergibt heuer wieder den Kunstpreis der Stadt

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Starnberg – Alle zwei Jahre vergibt Starnberg einen Kunstpreis für Malerei. Heuer ist es wieder soweit und es wird die Nachfolge für Annemarie Hahne-Schwanke gesucht, die im November 2015 zur Siegerin gekürt worden war.

Die ehemalige Gymnasiallehrerin hatte sich in ihren Werken der Flüchtlingsthematik angenommen. Mit den Vergaberichtlinien des Kunstpreises beschäftigte sich der Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Diskussionsbedarf gab es dabei bezüglich der Zusammensetzung der Jury. Acht Personen hatte das Kulturamt unter der Leitung von Annette Kienzle in der Bechlussvorlage als Jurymitglieder aufgeführt: Bürgermeisterin Eva John als Vertreterin der Stadt sowie Professor Thomas Zacharias (Kunsthistoriker), Rosemarie Zacher (erste Kunstpreisträgerin Starnbergs), Ina Kohlschoschky-Lang (zehnte Kunstpreisträgerin), Juschi Bannaski (Künstlerin und Leiterin einer Malschule in Berg), Katharina Kreye (Kulturpreisträgerin des Landkreises und Kuratorin der Ausstellungsreihe „nah - fern“ im Kulturbahnhof Starnberg), Vivian Rathjen (Vertreterin des Kunstvereins „Die Roseninselt“) und die Autorin und Kulturjournalistin Astrid Amelungse-Kurth. Und genau an Letzterer sowie an der geraden Zahl der Jurymitglieder hakte sich wie schon beim selben Thema vor etwas über eineinhalb Jahren im Kulturausschuss erneut Winfried Wobbe (UWG) ein und sorgte für eine Art Déjà vu Effekt im Gremium. Damals wie heute monierte er, dass mit Amelungse-Kurth, die unter anderem für den Starnberger Merkur journalistisch tätig ist, nur eine Tageszeitung vertreten sei und die Süddeutsche Zeitung erneut außen vor bleibe. Zudem seien neun Jurymitglieder besser als acht, „da die Entscheidungen ja nicht immer einstimmig sind“, argumentierte Wobbe. Franz Heidinger (BLS) regte zusätzlich an, dass auch ein Mitglied des Kulturausschusses beziehungsweise des Stadtrats in der Jury sitzen sollte, woraufhin Christiane Falk (SPD) die ehemalige Kulturreferentin Martina Neubauer (Grüne) ins Spiel brachte. Die wiederum musste ablehnen, da sie am Tag der Jurystizung - terminiert auf den 5. Oktober - verhindert sei. In den vergangenen Tagen hat mittlerweile Katja Fohrmann (CSU) ihr Interesse signalisiert und wird wohl für die Stadt in der Jury sitzen. Einstimmig hatte der Kulturausschuss bereits in seiner Sitzung die vorgeschlagenen Jurymitglieder bestätigt, zusätzlich soll noch ein Kulturjournalist der SZ berufen werden. Teilnehmen am Kulturpreis können alle Künstler, die ihren Lebensmittelpunkt im Landkreis Starnberg oder in einem am Starnberger See gelegenen Ort haben. Eingreicht werden können drei Arbeiten - die Stadt macht dabei keinerlei Vorgaben inhaltlicher und formaler Art. Der erste Preis ist die kostenlose Nutzung des Paul-Thiem-Ateliers in der Zeit vom 1. Februar 2018 bis zum 31. Januar 2020. Der zweite Preis beinhaltet einen Ankauf eines Werks durch die Stadt in Höhe von 2.000 Euro, beim dritten Preis sind es 1.000 Euro. sb

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