Ruderboot gekentert

Rettung in letzter Minute

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Starnberg – Vier Ruderer im Alter zwischen 22 und 35 Jahren wurden am vergangenen Sonntag durch die Wasserrettung am Starnberger See vor dem Ertrinken gerettet.

Gegen 10.45 Uhr war das Sportruderboot mit den vier Insassen in der Starnberger Bucht am Starnberger See gekentert und direkt unter die Wasseroberfläche gesunken. Die vier Verunglückten konnten zwar noch selbst einen Notruf absetzen, kühlten allerdings sehr schnell aus. Dies nicht zuletzt deswegen, weil sie mehrheitlich vollkommen unzulänglich für die winterlichen Wassertemperaturen von rund vier Grad Celsius gekleidet waren. Auch hatte keiner der Ruderer eine Rettungsweste an, was ihnen beinahe das Leben gekostet hätte. Die integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck alarmierte die zuständigen Wasserretter der Wasserwacht Starnberg und der DLRG Pöcking-Starnberg zur Einsatzstelle, die mit jeweils zwei Rettungsbooten umgehend ausrückten. Die Einsatzleitung Wasserrettung übernahm der diensthabende Einsatzleiter der DLRG, Walter Kohlenz. „Die vier Verunglückten hatten unglaubliches Glück, denn sie waren in unverantwortlicher Weise gekleidet und in keiner Weise auf die winterlichen Temperaturen und ein Unfall im Wasser vorbereitet.“, so Kohlenz. „Hätten unsere ehrenamtlichen Rettungskräfte nur wenige Minuten länger gebraucht, müssten wir jetzt vermutlich von vier ertrunkenen jungen Menschen sprechen. Die vier können ihren zweiten Geburtstag feiern.“ Einer der Patienten wurde mit dem Rettungshbschrauber in eine Münchner Klinik geflogen. Die anderen drei Verunglückten kamen mit Rettungswagen in umliegende Kliniken. Im Einsatz waren insgesamt 25 Einsatzkräfte von DLRG und Wasserwacht mit vier Rettungsbooten, vier Rettungswagen des BRK, zwei Notärzte, ein Rettungshubschrauber und die Polizei. kb

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