Klimapolitische Ziele der Stadt

Starnberger Grüne fordern Planungsstopp für die "Entwicklung Schorn"

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Grüne Stadträte fordern Planungsstopp für die "Entwicklung Schorn"

Starnberg – Die Stadtratsfraktion der Grünen/Bündnis 90 hat den „sofortigen Planungsstopp für die Entwicklung Schorn“ beantragt. Mit diesem erneuten Anlauf, eine Erweiterung des Gewerbegebiets Schorn zu verhindern, nehmen die Grünen unter anderem Bezug zu erklärten klimapolitischen Zielen von Stadt und Landkreis. 

„Wir müssen unsere Entscheidungen immer darauf prüfen, welche Folgen diese insbesondere auch für nachfolgende Generationen haben“, erläuterte die Fraktionssprecherin und Landratskandidatin Martina Neubauer. Bei den Entscheidungen für das Gewerbegebiet Schorn – hier hat der Stadtrat Starnberg per Mehrheitsbeschluss bereits die Herausnahme der benötigten Flächen (37 Hektar) aus dem Landschaftsschutz beantragt – sei das Plenum dieser Verantwortung nicht gerecht geworden, so Neubauer: „Die aktuellen Diskussionen und die beeindruckenden Demonstrationen für sofortige Maßnahmen zum Klimaschutz auf allen Ebenen lassen mich hoffen, dass die Kolleginnen und Kollegen im Starnberger Stadtrat ihre Entscheidung überdenken und dem Antrag für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen folgen.“

Die Grünen erwarten sich von ihrem Antrag zumindest eine Diskussion, „die alle Aspekte der geplanten Gewerbegebietsentwicklung nochmals auf die Agenda heben wird“, heißt es in der Pressemitteilung zum Antrag. Die Bürgermeister-Kandidatin Kerstin Täubner-Benicke: „Wir müssen vor Ort alles dafür unternehmen, unseren Kindern und Enkelkindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.“ Die dreiköpfige grüne Stadtratsfraktion hat bereits in früheren Grundsatzdebatten zu Schorn den Vorschlag gemacht, „innerörtliche Potentiale“ bei der Entwicklung von Gewerbeflächen zu erkennen und zu erschließen – eine Option, die ohne zusätzlichen landschaftlichen Flächenverbrauch aus käme und somit umweltverträglicher wäre. Auch in der benachbarten Gemeinde Schäftlarn hat sich bereits Widerstand in Form einer Bürgerinitiative formiert – dieser geht es aber in erster Linie um eine Umfahrung für Schäftlarn, da ein weiter entwickeltes Gewerbegebiet Schorn auch zusätzlichen Verkehr anziehen dürfte. Im Starnberger Ortsteil Wangen gibt es ebenfalls solche Bedenken. Der Grünen-Antrag zum Planungsstopp wird mit Trinkwasser- und Artenschutz, mit verkehrlicher Belastung und dem finanziellem Risiko für die Stadt begründet. Behandelt wird die Angelegenheit wahrscheinlich zunächst im Bauausschuss.

Von mps

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