Austausch von Mensch zu Mensch

Starnberger Mutmachleute e.V. eröffnen Online-Selbsthilfe-Forum im deutschsprachigen Raum

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Das Team der Mutmachleute e.V. in Starnberg.

Starnberg – Das Team von Mutmachleute e.V. engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen mit stetig steigendem Erfolg. Auf der Plattform der Mutmachleute www.mutmachleute.de geben sie Menschen, die betroffen sind, eine Stimme und die Möglichkeit, öffentlich Gesicht zu zeigen, und um anderen Mut zu machen, aber auch der Öffentlichkeit zu zeigen: Ich bin ein Mensch und viel mehr als meine Diagnose.

„Die Mutmachleute haben in 2019 zwei Preise gewonnen und wir freuen uns über eine immer größer werdende Resonanz in der Presse und Öffentlichkeit“, sagt Vorsitzende Tina Meffert. Aufgrund der vielzähligen Bitten und Vorschläge der Leser*innen, sich mit anderen austauschen zu können, entsprang Ende 2018 die Idee eines Forums, in dem sich Menschen statt im offenen Internet begegnen können. „Im September 2019 konnten wir nach einer halbjährigen Entwicklungsphase das Forum launchen (mit finanzieller Unterstützung durch den Bundesverband AOK). In diesem Forum bieten wir Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen – ganz im Sinne der Selbsthilfe und mit Gewährleistung des Datenschutzes und der Nicht-Öffentlichkeit“, erklärte sie.

Denn: Selbsthilfegruppen gewinnen zunehmend an Bedeutung für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder in Krisen – auch für Angehörige. Lange Wartezeiten für Therapieplätze, aber auch die Nicht-Verfügbarkeit einer wohnortnahen Selbsthilfegruppe stellen für psychisch Erkrankte und ihre Angehörigen oftmals ein Problem dar. Das Forum ist das digitale und niedrigschwellige Pendant zur klassischen Selbsthilfegruppe vor Ort.

Austausch von Mensch zu Mensch

Der Austausch findet hier im geschützten Raum statt. Die Kommunikation von Moderator*innen – die oftmals (ehemalige) Betroffene sind – mit Usern findet 1 zu 1 statt. „Damit schaffen wir für User ein nicht-öffentliches Forum, um sich auszutauschen.“ Facebookgruppen und Ähnliches stellen ein erhebliches datenschutzrechtliches Problem dar. Der Verein gewährt dahingegen in seinem Forum Anonymität und Datenschutz. Niemand hat Zugriff auf die Daten und Foren mit Ausnahme der User selbst und den Moderatoren, mit denen die Unterhaltung stattfindet. „Inzwischen haben wir eine Vielzahl unterschiedlichster mutmachender Moderatoren, darunter auch Experten, die sich untereinander austauschen können und laden alle Menschen ein, die Interesse haben, sich hier zu beteiligen – als Experte oder als Gäste. Weitere Infos gibt es unter https://mutmachleute.de/das-mutmachleute-forum/

Von Kreisbote

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