Dokufilm "Warum ich hier bin"

Starnberger Regisseurin Susanne Quester stellt neuen Film im Kino Breitwand vor

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Regisseurin Susanne Quester ist in Starnberg aufgewachsen.

Landkreis – Der Dokumentarfilm „Warum ich hier bin“ der Starnberger Filmregisseurin Susanne Quester ist die erste ihrer Arbeiten, die im regulären Programm zahlreicher deutscher Kinos gezeigt wird. Fünf Personen erzählen, warum sie nach Deutschland gekommen sind. Der Film der Starnbergerin wird am 17. Februar im Kino Breitwand gezeigt.

Leila aus Bosnien, der Fußballer Cacau aus Brasilien, Frau Schiller aus Ostpreußen (sie hat sich nach 1945 dort und in Litauen als „Wolfskind“ durchgeschlagen), Lena aus Japan und Achmad, ein Grundschüler aus Syrien. Der Film ist für Kinder und Jugendliche konzipiert, wendet sich aber genauso an Erwachsene. Seine Besonderheit: einzelne Passagen werden durch Animationen verschiedener Zeichner illustriert, die das vermitteln, was sich nur schwer zeigen und sagen lässt. Der Film entstand in enger Zusammenarbeit mit der japanischen Regisseurin und Kamerafrau Mieko Azuma.

Zur Person: Susanne Quester ist als Tochter einer koreanischen Mutter und eines deutschen Vaters in Starnberg aufgewachsen und zur Schule gegangen (Abiturjahrgang 1998). Nach intensivem Cellostudium, einem Jahr in Korea und Japan sowie einigen Semestern Kulturwissenschaft und Japanologie in Berlin studierte sie Dokumentarfilm an der Münchner HFF und in Seoul/Korea. Seit 2006 ist sie freiberuflich als Filmemacherin tätig. Ihr Erstling „Finow“ von 2002, eine satirisch verspielte Skizze über den Starnberger Waldkindergarten, erhielt zahlreiche Publikumspreise und wurde 2004 auf 3sat gesendet. „Dienstag und ein bisschen Mittwoch“, ein Dokumentarfilm über die endlosen Schultage an koreanischen Bildungseinrichtungen, wurde 2007 gedreht und lief im Bayerischen Rundfunk. Es folgte 2008 der Kurzspielfilm „Hotel Arnold“. Schauplatz ist ein Hotel im Bergischen Land, ganz im 70er-Jahre-Design, besucht von Handlungsreisenden, Gespenstern und einem Stammtisch betagter protestantischer Geistlicher. Der Abschlussfilm „Heidis Land“ (2012) mischt u.a. die japanische Rezeption von Johann Spyris Klassiker mit diversen Kindheitserinnerungen. Für den Film „Paju - die innere Teilung“ recherierte Susanne Quester von 2014 - 2016 im Grenzgebiet von Nord- und Südkorea, tauchte in die Geschichte der mütterlichen Familie ein, interviewte Bewohner der Grenzregion und eine aus Nordkorea geflohene Frau über ihre Erfahrungen im geteilten Land. Der Film erhielt das Prädikat „wertvoll“.

Susanne Quester unterrichtet Dokumentarfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und an der Universität Passau. Seit 2015 kuratiert sie außerdem - jeweils im Januar - am Münchner Werkstattkino die Reihe „Neues asiatisches Kino“ mit Filmen aus China, Japan und Südkorea. „Warum ich hier bin“ lief im Januar im Münchner Monopol-Kino an und wird am 17. Februar um 20 Uhr im Starnberger Kino Breitwand gezeigt. Als Vorprogramm läuft „Finow“.

Von Kreisbote

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