Städtisches Finanzloch wird größer

Starnberger Schlossberghalle wegen Sanierung voraussichtlich von März bis Oktober 2022 geschlossen

Sanierung
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Die Starnberger Schlossberghalle wird im kommenden Jahr saniert.

Starnberg - Acht Monate lang wird die Schlossberghalle 2022 geschlossen sein – von März bis Oktober sollen dann die Lüftungs-anlagen erneuert und koordiniert, eine neue Steuer- und Regeltechnik eingebaut, Kabel und (Sicherheits-)Beleuchtung sowie der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden. 

Weil für diese Maßnahmen in Saal und Foyer die Decken abmontiert werden müssen, gerät auch das seit einiger Zeit regendurchlässige Flachdach der 1993 errichteten Schlossberghalle in den Fokus – laut Stadtbaumeister Stefan Weinl „spätestens in zwei, drei Jahren“ ebenfalls ein Sanierungsthema. Die Gesamtkosten für die Instandsetzungsarbeiten schnellen von ursprünglich geschätzten 1,3 Mio. Euro auf mindestens 1,8 Mio. Euro hoch, und auch diese neue Marke dürfte nach Meinung der 2.Bürger-meisterin Angelika Kammerl (CSU) wohl überschritten werden – die damalige Kostenmehrung beim Seebad lasse grüßen.

In Anbetracht der angespannten Finanzlage der Stadt kam im Bauausschuss vor dem letztlich doch einstimmig Empfehlungsbeschluss zur Sanierung nochmals die Diskussion auf, ob denn gerade jetzt (also 2022) saniert werden müsse, denn der Große Saal war ja schon während der Pandemie 2020 und 2021 nur stark eingeschränkt genutzt worden, z.B. für Ratssitzungen, während er für Kulturveranstaltungen „coronabedingt“ überhaupt nicht bespielt werden durfte.
Doch als Ex-Bürgermeisterin Eva Pfister die Dringlichkeit anzweifelte, entgegnete Stadtbaumeister Weinl, dass gerade diese „Dringlichkeit“ zur Eile geboten habe: Ignoriere man etwa eine gewisse „Personengefährdung“ durch Gebäudemängel, drohe die Nutzungsversagung durch das Landratsamt, sprich eine Sperrung der Halle, wie es sie 2020 schon beim „Bayerischen Hof“ und der städtischen Musikschule gegeben hatte. Die inzwischen standardmäßig verlangten Brandabschnitte bei öffentlichen Gebäuden fehlen bislang, sie müssen erst geschaffen werden, um buchstäblich auf der sicheren Seite zu sein. Es bleibe der Stadt halt „nichts anderes übrig“, fasste Rathauschef Patrick Janik die Lage zusammen. Angelika Kammerl und UWG-Stadtratskollege Otto Gassner verlangten auf Grund der negativen Erfahrungen mit dem Seebad Kostenkontrolle und regelmäßige Informationen zum Sachstand. Ehe es konkret losgehen kann mit Ausschreibung und Sanierung, müsste das Ratsplenum den Empfehlungsbeschluss des Bauausschusses noch bestätigen.

Thomas Lochte

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