Kein Dach, kein Aufzug

Starnberger Seebahnhof: Petition an Janik übergeben 

1. Bürgermeister Patrick Janik (2. v.l.) Daniel Föst (3. v.l.) Stefan W. Zeil (5. v.l.) und Thomas Sattelberger (7. v.l.) bei der Übergabe auf dem dachlosen Starnberger Bahnhof.
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Bürgermeister Patrick Janik (2. v.l.) Daniel Föst (3. v.l.) Stefan W. Zeil (5. v.l.) und Thomas Sattelberger (7. v.l.) bei der Übergabe auf dem dachlosen Starnberger Bahnhof.

Starnberg - Eine Gruppe um Stefan Werner Zeil hat eine Petition an den Starnberger Bürgermeister Patrick Janik übergeben - sie fordern darin ein "Dach und Aufzug für Deutschlands schönsten Seebahnhof".

"Die Bürger dürfen nicht weiter im Regen stehen gelassen werden. Unser Seebahnhof braucht einen barrierefreien Zugang so schnell wie möglich. Diese Probleme dürfen nicht weiter aufgeschoben werden. Unsere Forderungen an Stadt und Bahn sind:

1. In den Verhandlungen mit der Bahn muss zuerst eine Verständigung dahingehend erreicht werden, dass der Seebahnhof ein provisorisches Dach und einen barrierefreien Zugang noch im Jahr 2020 erhält. Diese Lösung muss natürlich so ausgestaltet sein, dass sie bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs in ca. 20 Jahren trägt. 2. Der Stadtrat muss zeitnah ein Verhandlungsteam benennen und Gespräche mit der Bahn aufnehmen. 3. Der Stadtrat muss mit einer Stimme sprechen. Unsere Empfehlung ist, dass er diese Petition einstimmig beschließt und auch kräftig weiter bewirbt", schreibt Zeil in einer Pressemitteilung

Die Petition wird weitergeführt, bis ein Dach und ein barrierefreier Zugang gewährleistet sind

Den Starnberger Stadtrat rufe die Gruppe zu: "Nehmen Sie die Deutsche Bahn bei den Gesprächen in die Pflicht. Hier haben Sie die Bürger und Bahnfahrer auf Ihrer Seite.”

Daniel Föst, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion ergänzt, "die Bahn hat das Baurecht und kann jederzeit Abhilfe schaffen. Wir fordern die Deutsche Bahn auf, zu handeln und noch in 2020 die Baumaßnahmen einzuleiten. Viele Milliarden Euro fließen allein in diesem Jahr in Erhalt und Ausbau von Netz, Bahnhöfen und Energieanlagen. Die Bahn sollte daher - ungeachtet einer Einigung mit der Stadt über die finanzielle Lastentragung - in Vorleistung gehen. Die FDP im Deutschen Bundestag wird die Petition vorantreiben. Wir fordern die Bahn auf, ihren öffentlichen Verpflichtungen gegenüber Bahnkunden und Steuerzahlern nachzukommen".

Zeil abschließend: "Auch die bayerische Staatsregierung hatte in Ihrem Programm "Bayern barrierefrei" das Ziel Bayerns Bahnhöfe voranzubringen. Insbesondere ist hier somit das aktuelle bayerische Kabinett in der Verantwortung. Sollte sich die Bahn weiter nicht um Starnberg kümmern muss der bayerische Ministerpräsident Markus Söder intervenieren. Wir werden hier nicht lockerlassen."

Hintergrund

Bisher wird die Petition von über 500 Bürgerinnen und Bürger unterstützt. Darunter sind Mitglieder verschiedener Parteien und Wählergruppierungen, Kommunalpolitiker sowie Abgeordnete des Land- und Bundestages.

kb

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