Handwerk und Hightech

Starnberger Stadtrat gibt „Moosaik-Konzept“ seinen Segen

Ein Baustellenschild vor einer Baustelle
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Die Präsentation der Pläne für die Neugestaltung des Starnberger Gewerbegebietes wurden schon vor geraumer Zeit abgehalten. Nach ersten positiven Signalen hat nun der Starnberger Stadtrat seinen Segen für das „Moosaik-Konzept“ erteilt (Symbolbild).

Starnberg - Die planerische Neugestaltung für das bisherige Gewerbegebiet nördlich der Bundesstraße 2 nimmt immer konkretere Formen an – und wird bisher allseits wohlwollend begleitet: Der Bauausschuss segnete am vergangenen Donnerstag die vom eigens gebildeten Gestaltungsbeirat formulierten Ziele des „Moosaik“-Konzepts einmütig ab.

Die Zielvorgaben für das rund 30.000 Quadratmeter fassende Quartier waren laut Stadtbaumeister Stefan Weinl in „drei arbeitsintensiven Sitzungen“ vom hochkarätig besetzten Beirat erarbeitet worden und sehen zwischen Moosstraße und Petersbrunnerstraße eine regelrechte Neudefinition des Gebietscharakters vor. So sollen gemäß der Vision der Initiatoren Rudolf und Robert Houdek „Arbeiten, Wohnen und Freizeitgestaltung“ zugleich das künftige „Moosaik“ prägen, welches, wie der Name schon andeutet, aus vielen harmonisch ineinandergreifenden Bausteinen bestehen wird. „Wir sind sehr angetan von der positiven Dynamik, die sich rund um das Projekt entwickelt hat“, lässt sich Rudolf Houdek in einer Ad-hoc-Pressemitteilung zitieren. Sein Cousin und Co-Investor Robert merkt an, die gemeinschaftliche Herangehensweise sei „ein wichtiger Antreiber, gerade wenn man als Bauherr viele Aufgaben zu erledigen hat.“

Als „gemeinschaftlich“ dürfen die beiden Houdeks einerseits das bisher durchweg positive Echo in Stadtrat und Bauausschuss verbuchen als auch den Umstand, dass die Investorengruppe inzwischen auch das Familienunternehmen „Baasel“ als Gewerbegebiet in Projekt-Partner an Bord holen konnte: Die international renommierte Firma „Baasel Lasertechnik“ hatte ihren Sitz vor vier Jahren von Starnberg nach Gilching verlegt, das angestammte Gelände aber behalten – es ist ein weiterer „Moosaik“-Baustein im Konzept der Investoren.

Susy Baasel sagte dem Starnberger Merkur: „Wir freuen uns, dass wir Teil dieser schönen Entwicklung sein können, die eine große Chance für ein zukunftsfähiges Starnberg bietet.“ Die Aktualisierung des aus dem Jahr 2000 stammenden Bebauungsplan für das fragliche Gebiet sieht vor allem die „Ansiedlung von innovativen Gewerbebetrieben, von Handwerkern, Dienstleistern, Gastronomie, sozialen und kommunalen Einrichtungen vor, aber explizit auch Wohnraum; außerdem soll die Starnberger Feuerwehr hier ihren neuen, strategisch günstig gelegenen Stammsitz bekommen - und über einen neuen Standort für die städtische Musikschule wurde im Stadtrat auch schon laut nachgedacht.

Fürs Parken im Quartier ist eine große zentrale Tiefgarage geplant, Voraussetzung laut Arbeitsergebnis des Gestaltungsbeirats (besetzt u.a. mit Städteplanern und Hochschul-Fachdozenten) wäre ein „klimagerechtes Mobilitätskonzept“ mit guter Fuß- und Radwege-Anbindung zur Innenstadt, welches man auch mittels „Durchgrünung des gesamten Quartiers“ umsetzen will: „Handwerk und Hightech, Holz und Recyclingbeton“ schreiben die Investoren als Stichworte in ihrer Pressemitteilung. Die nächsten Schritte werden 2021 erfolgen: Bürgerbeteiligung (öffentliche Auslegung der von den zuständigen Gremien gebilligten Pläne).

Thomas Lochte

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