Neuer Anlauf

Starnberger Stadtrat: Tempolimit in der Hanfelderstraße - UWG will Fahrradabstellflächen

Tacho Tempolimit
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In der Hanfelderstraße in Starnberg soll das Tempolimit wieder kommen (Symbolbild).

Starnberg - Die UWG-Stadtratsfraktion hat beantragt, je einen Parkplatz im nördlichen bzw. südlichen Teil der Maximilianstraße in Abstellflächen „mit je fünf Stahlbügeln zum Anschließen von Fahrrädern“ umzuwandeln.

Der UWG-Verkehrsreferent Thorsten Schüler sieht den Antrag im Kontext einer „Förderung des innerstädtischen Radverkehrs“ und schreibt zur Begründung: „Um die Innenstadt vom motorisierten Individualverkehr zu entlasten, ist der Umstieg auf andere Verkehrsmittel ein wichtiger Baustein. Im Zuge der Gleichbehandlung aller Verkehrsmittel, so Schüler weiter, sollten auch für den Radverkehr Abstellmöglichkeiten bereitgestellt werden, „welche den fließenden Verkehr bzw. die Fußgänger nicht stören“.

Die Maßnahme könne zunächst auf ein oder zwei Jahre befristet werden, schreibt die UWG, da „die temporäre Umwandlung lediglich zweier Stellplätze“ das Stellplatzangebot für Kraftfahrzeuge „kaum reduziere“, andererseits aber für bis zu 20 Fahrrädern eine sichere Abstellmöglichkeit biete und somit „die Attraktivität einer Nutzung von Fahrrädern für innerstädtische Aktivitäten fördert“. Der UWG-Antrag dürfte wohl erst im kommenden Umwelt- und Verkehrsausschuss im Januar 2021 beraten werden. Schon länger ist die Stadtverwaltung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung an der Hanfelder Straße befasst. Der Anwohner Hendrik Fiegel hatte die Bürgerfragestunde vor der jüngsten Stadtratssitzung dazu genutzt, an das Thema zu erinnern und sich bei der Rathausspitze erkundigt, „wann wieder das Tempolimit ab 22 Uhr“ gelten werde.

Das Landratsamt hatte das Tempolimit Hanfelderstraße und die Begründung „Lärmschutz“ rechtlich anders bewertet als die Stadt und die „40“-Beschilderungen wieder entfernen lassen. Bürgermeister Patrick Janik hat jetzt auf die Bürgeranfrage erwidert, dass auch nach dem Willen der Stadt „zwischen 22 und 6 Uhr“ zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung an der Hanfelderstraße zurückgekehrt werden solle: Nachdem diese von einer Staatsstraße zur Ortsstraße abgestuft worden war, hatte man sofort einen Beschluss vom Oktober 2018 umgesetzt und „Tempo 40“ angeordnet. Der in Fragen der Lärmschutzimmission zuständigen Kreisbehörde hatten Berechnungen der Stadt zur Lärmreduktion nicht ausgereicht, sie hatte die „40“-Schilder im Sommer 2020 wieder abgebaut, was wiederum die Stadt in Zugzwang brachte, ein neues Lärmgutachten beizubringen, um die Geschwindigkeitsbegrenzung rechtssicher zu begründen: „Wir wollen, dass das dann auch hält“, so Janik über den abermaligen Anlauf der Stadt. Es könne allerdings sein, dass zum Erreichen der gewünschten Lärmminderung an der Hanfelderstraße sogar „Tempo 30“ angeordnet werden müsse. Den Anwohnern wird´s recht sein.

Thomas Lochte

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