Keine Gegenstimmen

Starnberger Umweltausschuss tagte:  Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge soll weiter ausgebaut werden

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Bis einschließlich 2025 beabsichtigt die Stadt, jährlich 50.000 Euro in die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu investieren, einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss für Umwelt-, Energie und Mobilität am Montag mit 12:0 Stimmen.

Starnberg – Bis einschließlich 2025 beabsichtigt die Stadt, jährlich 50.000 Euro in die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu investieren, einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss für Umwelt-, Energie und Mobilität am Montag mit 12:0 Stimmen.

Die Verwaltung hatte zuvor noch einmal den Stand der Dinge bei diesem Thema zusammengefasst und einen Aufwand von rund 18.000 Euro Baukosten pro Ladestandort sowie jährlich 700 Euro für Unterhalt und Wartung der Ladestationen ermittelt. Derzeit gibt es auf Stadtgebiet bereits sechs Ladestationen an fünf Standorten: Vogelanger, Ludwigstraße, Maximilianstraße, Hans-Zellner-Weg (Bahnhof Nord) und Nepomukweg, wo sich zwei Ladesäulen befinden – verknüpft mit kostenfreiem Parken an der Ladestation ist nach einzelnen Unmutsbekundungen von Bürgerseite nur noch der Standort Ludwigstraße. Autoverkehr jeglicher Art solle durch solche Angebote nicht unbedingt in die Innenstadt gelockt werden, so die Überlegung. Das von der Stadt Starnberg schon seit 2018 genutzte Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur soll zunächst bis 2025 auch weiter in Anspruch genommen werden: Es deckt 40 Prozent der Ausgaben, die beim Ausbau von öffentlich zugänglichen Ladesäulen anfallen. Laut Carl-Christian Zimmermann vom Umweltamt der Stadt richtet sich die konkrete Fördersumme „jeweils nach den Angeboten“ der Fachfirmen. Um einen positiven Förderbescheid des Ministeriums zu bekommen, müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein: Öffentlich zugängliche Ladesäule, Betrieb der Ladesäule mit zertifiziertem „Öko“-Strom, Mindestbetriebsdauer sechs Jahre, Einhaltung der Vorgaben der Ladesäulenverordnung und der Steckerstandards zum sogenannten „punktuellen Aufladen“. Da Fördertöpfe nur für einen Zeitraum von drei Monaten „offen“ seien und nach der Zusage von Fördermitteln (Förderbescheid) jeweils nur ein Jahr zur Umsetzung bleibe, gestalte sich das Ausschöpfen dieser Mittel schwierig, merkt die Verwaltung kritisch an – auch die Kommunikation von Ministeriumsseite lasse hinsichtlich der Förder-maßnahmen gelegentlich zu wünschen übrig. Durch „reine Beantragung“ sei eine Realisierung von Ladesäulen noch nicht gesichert – bevorzugt berücksichtigt würden derzeit nämlich solche Landkreise und kreisfreie Städte, „deren öffentlich zugängliche Normalladepunkte nach Anzahl die untersten 25 Prozent aller Landkreise bzw. kreisfreien Städte repräsentieren.“ Diese Praxis habe womöglich zur Folge, „dass die Stadt Starnberg für das Jahr 2020 und darüber hinaus eventuell keine Fördermittel zur Verfügung gestellt bekommt“, so die Einschätzung der Verwaltung.

Bis 2025 sollen sämtliche Ortsteile Starnbergs mit öffentlichen Ladestationen ausgestattet werden

Sie empfahl daher, heuer die Ladestandorte in der Franz-Heidinger-Straße und Am Wiesengrund zu realisieren, selbst wenn 2020 keine Fördermittel an die Stadt ausgezahlt werden sollten. Der Umweltausschuss folgte dieser Empfehlung, stellte den Beschluss allerdings auf Vorschlag von Christiane Falk (SPD) „unter Haushaltsvorbehalt“: Momentan ist die Finanzsituation der Stadt wegen der Corona-Krise alles andere als übersichtlich, der Etat für 2020 noch nicht verabschiedet. Haushaltsvorbehalt gilt im Augenblick daher für so gut wie alle Ratsbeschlüsse, die mit Geldausgaben zu tun haben. An der Absicht, bis 2025 sämtliche Ortsteile Starnbergs mit öffentlichen Ladestationen auszustatten, will man auf jeden Fall festhalten: Speziell Söcking, Neusöcking (Waldspielplatz), Hanfeld, Percha sowie die Gebiete nördlich der Riedeselstraße und rund um die Schießstättstraße sollen Ladestationen bekommen. Von 2025 an bis 2030 solle die Ladeinfrastruktur „nachfragegerecht“ und möglichst in allen Ortsteilen weiter verdichtet, so der Plan. All dies seien die „wichtigsten Maßnahmen, um die Akzeptanz für Elektromobilität weiter zu erhöhen und den Markthochlauf zu beschleunigen“, so die Stadt.

Von mps

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