Meilenstein für die Verkehrsentlastung

Starnberger Westumfahrung ist eingeweiht und freigegeben

+
Erste Bürgermeisterin Eva John und Stadtbaumeister Stephan Weinl schneiden symbolisch für die Einweihung der Westumfahrung das Band an der Grünbrücke durch.

Starnberg - „Wir feiern heute eine große Bauleistung, eine große Investition und einen wirklichen Meilenstein für die Verkehrsentlastung der Stadt Starnberg und ihrer Ortsteile“, eröffnete Erste Bürgermeisterin Eva John ihre Ansprache bei der Einweihungsfeier der Starnberger Westumfahrung mit Bürgerfest am Samstag, 1.12.2018 und fügte hinzu: „Unser gemeinsames Ziel, bessere Verbindungen zu schaffen, Mobilität zu stärken und Menschen zu entlasten, haben wir am heutigen Tag erreicht. Drei Jahre nach den ersten Rodungsarbeiten, zweieinhalb Jahre nach dem offiziellen Spatenstich und zwei Tage vor der offiziellen Verkehrsfreigabe am Montag, 3.12.2018 können wir zusammen feiern.

Fast 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag zum Einweihungsfest an die Grünbrücke der Westumfahrung gekommen. Neben der Ansprache von Erster Bürgermeisterin Eva John erwartete die Gäste ein ökumenischer Gottesdienst mit Segnung der Straße durch die Stadtpfarrer Dr. Andreas Jall und Dr. Stefan Koch. Die Starnberger Stadtkapelle begleitete die Veranstaltung musikalisch, für die Bewirtung sorgte der TSV Perchting-Hadorf. Vier Kinder konnten beim Bürgerfest außerdem glücklich gemacht werden: Lena und Leopold Frühauf aus Perchting sowie Einar und Caileen Jäger aus Starnberg gewannen je einen Cityroller, den sie gleich bei einem Geschicklichkeitsparcours testen durften. 

Die neue Westumfahrung schafft bessere Verbindungen, zwischen den Autobahnen A 95 und der A 96, zwischen München und dem Oberland und zwischen Gilching und Pöcking. „Bis jetzt mussten alle über Starnberg oder die dazwischenliegenden Dörfer fahren, jetzt geht’s kürzer, geht’s schneller und vor allem nicht mehr durch die Dörfer. Hadorf, Perchting, Maising, Aschering, die Bürgerinnen und Bürger von Söcking, sie alle können aufatmen“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. Erste Bürgermeisterin Eva John dankte allen am Bau Beteiligten zu einer großen Bauleistung und zu einer großen Investition. Rund 13 Millionen Euro hat die Stadt Starnberg für Grunderwerb und Straßenbau in die Hand genommen, um die Straße jetzt, also viel früher bauen zu können, als es der Freistaat Bayern vorgesehen hatte. Dank einer guten Förderquote von 80 Prozent bekommt die Stadt einen Großteil des Geldes wieder zurück. Ein großer Dank ging auch an die rund 40 Eigentümer, mit denen die Stadt seit 2014 handelseinig wurde und die für den Bau der Westumfahrung notwendigen Grundstücke verkauft haben. „Ihr Einverständnis und ihre Bereitschaft, Grundstücke zu verkaufen, waren das wirkliche grüne Licht für den Bau der Westumfahrung und Sie alle sind Mütter und Väter der Westumfahrung“, betonte Erste Bürgermeisterin Eva John.

Mit der Verkehrsfreigabe der Westumfahrung am Montag Vormittag wird die Verantwortung für die dann ehemaligen Staatsstraßen 2069 und 2070, d.h. die Hanfelder Straße von der Waldkreuzung bis zur B2 am Tutzinger- Hof-Platz und die Andechser Straße, die Maximilian-von-Dziembowski-Straße und Söckinger Straße vom neuen Kreisel bei Söcking bis zur B2 an der Weilheimer Straße, an die Stadt Starnberg übertragen. „Wir müssen und wir werden mit dieser Verantwortung bewusst umgehen“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. 

Bereits von Montag werden die ersten positiven Veränderungen zu sehen sein: Ortsschilder, d.h. Tempo 50 ab dem Ortsrand und nicht erst mitten in der Ortschaft, Fußgängerquerungen an Stellen, wo Bedarf besteht, Fahrradschutzstreifen entlang der Hanfelder Straße, Temporeduzierungen vor Kindergärten und Schulen und der Ausbau von Bushaltestellen. „Bitte unterstützen Sie uns dabei, im politischen Entscheidungsprozess und bei der Abwicklung von Baustellen. Unser Ziel ist es, Starnberg wieder zu einer menschenfreundlichen Stadt zu machen, bei der alle Bürgerinnen und Bürger und alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigt werden“, schloss Erste Bürgermeisterin Eva John ihre Ansprache.

Heute Vormittag wurde um 11 Uhr wurde die Westumfahrung vom Staatlichen Bauamt Weilheim frei gegeben. Noch davor ereignete sich der erste Unfall, wie die Polizei schrieb. Ein 57 Jahre alter Starnberger, der das Bürgerfest der Stadt Starnberg unter der Grünbrücke besuchte, hatte – wie vorgesehen – seinen Pkw auf der neuen Trasse abgestellt. Als er nach der Veranstaltung wenden wollte, um wieder nach Hause zu fahren, setzte er den Mercedes derart auf der dort beginnenden Leitplanke auf, dass ihn der herbei gerufene Abschleppdienst mit dem Kran befreien musste. Am Mercedes wurde der Unterboden beschädigt, auch die Leitplanke muss in diesem Bereich ausgetauscht werden.

Von Kreisbote

Auch interessant

Meistgelesen

Finja Lisbeth ist 2018 das 3000. Baby im Klinikum Starnberg 
Finja Lisbeth ist 2018 das 3000. Baby im Klinikum Starnberg 
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Keine Stille Nacht allein unterm Baum
Starnberg: Motorhaube fängt plötzlich Feuer - 10.000 Euro Schaden
Starnberg: Motorhaube fängt plötzlich Feuer - 10.000 Euro Schaden
Drei Ehrenamtliche aus dem Starnberger Landkreis für jahrzehntelangen Einsatz ausgezeichnet
Drei Ehrenamtliche aus dem Starnberger Landkreis für jahrzehntelangen Einsatz ausgezeichnet

Kommentare