Unternehmer in der Kreisstadt machen Druck

Starnberger Wirtschaft: B2-Tunnel jetzt 

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Stefan Fersch, Michael Padberg, Martin Eickelschulte und Gerald Funk wollen die schnelle Realisierung des B2-Tunnel - nach über drei Jahrzehnten Diskussion im Stadtrat.

Starnberg – Die Starnberger Wirtschaft erhöht den Druck auf den Stadtrat vor der Sitzung am Montagabend (18.30 Uhr, Großer Sitzungssaal in der Schlossberghalle). Nach einem gemeinsamen Treffen am Donnerstagabend auf Initiative des IHK-Regionalausschusses mit Kreishandwerkerschaft, UWS und City Initiative Starnberg fordern die Unternehmer umgehend den Bau des B2-Tunnels.

Zu der nichtöffentlichen Zusammenkunft waren auch alle Stadträte eingeladen, erschienen waren sechs Kommunalpolitiker. „Das nichts passiert, ist keine Lösung“, sagte Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses und selbst Unternehmer, dem Kreisboten Starnberg. Am Ende des Treffens und nach ausführlicher Diskussion mit Experten der Obersten Baubehörde und des Staatlichen Bauamtes Weilheim verabschiedeten die Wirtschaftsvertreter ein gemeinsames Positionspapier. „Und zwar einstimmig“, ergänzte Eickelschule. Darin wird der Stadtrat aufgefordert, umgehend die notwendigen Beschlüsse zum Bau des Tunnels zu fällen und sich für eine zeitnahe Realisierung einzusetzen. „Unsere Haltung pro Tunnel ist unmissverständlich. Wir können nicht länger warten und zusehen, wie Mitarbeiter und Kunden immer länger im Stau stehen. Nun erwarten wir uns von der Politik, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Mit dem vorhandenen Baurecht und einer Finanzierungsperspektive des Bundes sind alle Voraussetzungen vorhanden. Der Tunnel ist die einige realistische Chance, die Verkehrsprobleme endlich zu lösen“, fasste Martin Eickelschulte abermals die Forderungen der Unternehmerschaft zusammen. Im Gegensatz zur Tunnellösung müsste die Stadt bei einer Umfahrungsvariante die gesamte Planung und Finanzierung alleine verantworten. Hinzu kommen unsichere Erfolgsaussichten im Genehmigungsverfahren. „Es stellt sich nicht mehr die Frage 'Tunnel oder Umfahrung', sondern 'Tunnel oder nichts'. Aber Stillstand können wir uns weder als Unternehmen noch als Stadt leisten“, ist Eickelschulte überzeugt. Zusammen mit ihm unterzeichneten Michael Padberg (Vorsitzender UWS), Stefan Fersch (stellvertretender Kreishandwerksmeister) und Gerald Funk (Vorsitzender City Initiative Starnberg) das Positionspapier, das am heutigen Freitag an alle Stadträte sowie an Bürgermeisterin Eva John verschickt wurde. Von der Sitzung am Montag erhofft sich Martin Eickelschulte „dass der Stadtrat jetzt endlich aktiv wird“ und auch das „Traumschloss Umfahrung“ endlich beerdigt. O. Puls

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