Start am 2. Oktober

Von Bayerisch über Komisch bis hin zu Afrikanisch liest sich das Herbstprogramm von „Singers Spektakel“. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte die Veranstalterin, dass das erste Halbjahr positiv verlaufen ist. Wie berichtet, ist Uli Singer nach längerer künstlerischer Pause wieder ins Veranstaltungsfach eingestiegen. „Wenn man da mal drin war, lässt es einen einfach nicht mehr los“, sagt die langjährige Aktivistin der so genannten Subkultur.

Dazu kommt, dass mit der Renovierung des Oberen Wirts im Gilchinger Altdorf ein „traumhafter Veranstaltungssaal“ geschaffen wurde. Platz haben rund 200 Gäste. Eine optimale Größe für Auftritte von Künstlern, die noch nicht so groß im Geschäft, trotzdem aber sehr gut sind. „Kommen mal bloß 80 Leute, sieht es nicht leer aus. Ist der Saal voll, freuen sich Veranstalter, Wirt und der Künstler gleichermaßen.“ Im ersten Halbjahr war Nepomuk Fitz der Renner. „Er hat ein kleines finanzielles Polster geschaffen, so dass es insgesamt mit plus minus Null ausgegangen ist“, freut sich die 63-Jährige. Das Herbstprogramm startet beim Oberen Wirt am Freitag, 2. Oktober, mit einem Queri-Abend. Bernhard Butz liest aus Queris Werken Erotik, Kraftbayrisch und Haberfeldtreiben. Musikalisch begleitet wird er von Sonja Schroth am Akkordeon. Für Freitag, 9. Oktober, hat sich die Comedy-Gruppe „Backblech“ angesagt. Afrikanisch wird es am Freitag, 16. Oktober, mit dem Percussionisten Biboul Darouiche und seiner Band Soleil Bantu. Am Freitag, 23. Oktober, lautet das Motto „Konnexion Balkon“ mit Musikern aus Bulgarien, Deutschland, Georgien, Moldawien, und „Serbo-Kroatien“. „Was einem die Sache etwas verleidet, sind die unfairen Gema-Gebühren“, bedauert Singer. „Egal, ob der Saal voll ist oder nur ein Gast da sitzt. Die Gema berechnet grundsätzlich Gebühren so, als wäre immer voll. Wie dies derzeit geregelt ist, nutzt die Gema den einzelnen Künstlern wenig, belastet aber viele Veranstalter enorm. Deshalb läuft derzeit eine Petition beim Bundestag, an der sich bereits viele Veranstalter aus dem Landkreis Starnberg beteiligen.“ Gefordert wird, das Handeln der Gema auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, dem Vereinsgesetz und dem Urheberrecht zu überprüfen. Außerdem soll die Gesellschaft, die bisher Monopolstellung genießt, umfassend reformiert werden. Insbesondere wird eine gerechtere Abrechnungspraxis für Kleinveranstalter gefordert beziehungsweise eine Änderung der Inkasso-Modalitäten. „Es weigern sich mittlerweile zwar viele Kleinveranstalter, die geforderten Gebühren zu bezahlen. Es nützt aber nichts, weil dann der Gerichtsvollzieher vor der Türe steht.“ Die Petition, die Anfang der Woche bereits rund 80.000 Veranstaltern und Künstlern mitgetragen haben, kann noch bis zum 17. Juli unterstützt werden. Die Internetadresse gibt es im Internet unter www.singers-spektakel.de.

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