Start verzögert sich

Der Saisonstart für das Badegelände am Seewinkel in Hersching wird sich um mindestens drei Wochen verzögern. Offenbar wurde bei der Planung übersehen, den Kanal für die Wasserver- und entsorgung für den Winterbetrieb tiefer ins Erdreich zu legen. Somit werden sich die veranschlagten Kosten für einen frostfreien Betrieb des Kiosks und der Toilettenanlagen statt der veranschlagten 20.000 Euro auf voraussichtlich 40.000 Euro verdoppeln. Der Bauausschuss wollte über diesen 100-prozentigen Preisanstieg bei seiner jüngsten Zusammenkunft nicht alleine befinden und verwies das Thema an den Gemeinderat.

Der kommt allerdings erst in drei Wochen am 11. Februar wieder zusammen, was eine Verzögerung des Saisonstarts – geplant war der Juni – entsprechend nach sich zieht. Denn ohne dem Votum des Gesamtgremiums können keine entsprechenden Ausschreibungen vorgenommen werden. Jürgen Roll, zuständig bei dem Projekt für die Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlagen, erläuterte vor dem Ausschuss, dass die bislang geplante Kanaltiefe von einem Meter nicht genügt und um mindestens 40 Zentimeter weiter ins Erdreich gelegt werden muss. Die Kosten für einen Frost sicheren Kanal: 6.000 Euro; 3.000 Euro muss die Kommune außerdem für die Tieferlegung des Erdgasanschlusses aufbringen; denselben Betrag kann Herrsching eventuell für eine Rohrheizung für mindestens drei Lüfter drauflegen, um das Gebäude vor Schimmelbefall zu schützen. Damit nicht genug: Auf die Gemeinde könnte ein weiterer Batzen von 10.000 Euro zukommen, sollte man bei den Bohrungen auf Grundwasser stoßen, das abgepumpt werden müsste. Und zu guter Letzt teilte der Ingenieur dem Bauausschuss noch mit, dass die Wärmeisolation für das Kioskgebäude nicht ausreicht. Für Christine Hollacher (BGH/FW) war mit der Verdopplung der Kosten schließlich der Punkt erreicht, „wo wir umkehren sollten“, und die sich bereits in der Vergangenheit gegen einen Ganzjahresbetrieb ausgesprochen hat. Bürgermeister Christian Schiller genügte Rolls Liste, um die Beschlussfindung lieber dem Gemeinderat zu übertragen. „Der Winterbetrieb sollte uns eigentlich nur 20.000 Euro kosten“, bremste Schiller unter anderem Martin Singer (FBU), der dafür plädierte, „lieber gleich alles g’scheit und topp zu machen“. Über die Faßadengestaltung hat sich Architekt Uwe König Gedanken gemacht und präsentierte dem Ausschuss seine Vorschläge. Unter anderem sprach sich das Gremium für Naturholzleisten aus Fichte aus. Ein graues, kunststoffbeschichtetes Trapezblech wird die Dächer beider Gebäude vor Erosion schützen.

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