Stefanie Pietsch gewinnt Kunstpreis der Stadt Starnberg

Souveräne Beherrschung der Mittel

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Kulturamtschefin Annette Kienzle (M.) überreichte die Preise an: (v.l.) Martina B‘shary, Stefanie Pietsch, Frederic Dieter Stein und Birgit Rörig.

Starnberg – Zum zweiten Mal nach 2013 hat die Starnbergerin Stefanie Pietsch den Kunstpreis der Kreisstadt gewonnen. Zweiter Preissträger ist Frederic Dieter Stein aus Gauting, den dritten Platz belegt Birgit Rörig - ebenfalls aus Gauting.

Dazu gab es heuer einen Anerkennungspreis, den die Feldafingerin Martina B‘shary erhielt. „Ihre Bilder haben die Jury sehr angerührt“, sagte Kulturamtschefin Annette Kienzle bei der Feierstunde am vergangenen Freitag in der Schlossberghalle. 47 Künstler hatten sich für den Kulturpreis, den die Stadt Starnberg seit 1989 alle zwei Jahre vergibt, beworben. Die Entscheidungsfindung sei für die achtköpfige Jury manchmal schwierig gewesen. „Es gab auch Pattsituationen und zum Teil heftige Diskussionen“, so Kienzle. Vor allem die Entscheidung zwischen dem ersten und zweiten Platz sei nicht leicht gefallen. Bei Stefanie Pietsch überzeugten die Jury die genaue Beobachtung und die souveräne Beherrschung der zeichnerisch-malerischen Mittel. „Mit wenigen sicheren Linien setzt Stefanie Pietsch das Motiv mit dem Kind am Esstisch kühn und großzügig in den Bildraum. Wie sie ihr zeichnerisches Können mit gezielten Farbfelcken verbindet, zeigt sich vor allem auch in dem Aquarell des Innenraums mit den wartenden Personen“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. Bei Frederic Dieter Stein würdigte die Jury unter anderem den realistischen Blick und die genaue, nüchterne Bildsprache, mit denen der Gautinger über Alltagssituationen berichtet. „Es zeigt sich ein professionelles Können, das sich im Modus der Reportage auf eine lange Tradition volkstümlich-plakativer Bildgeschichten bezieht“, so die Jury. Die meditativen, rhythmischen und zugleich handwerklich komplexen Arbeiten von Birgit Rörig spielen im Zwischenreich von Fotografie, linearem Zeichnen und textilen Elementen. „Die Betrachter werden in einen Schwebezustand versetzt, wobei sie sowohl einer eigenwilligen Zeichensprache als auch gegenständlichen Assoziationen folgen“, begründete die Jury ihre Entscheidung zum dritten Preis. Von den beiden Preisträgern Stein und Rörig wird die Stadt nun ein Kunstwerk käuflich erwerben, Pietsch kann sich über die kostenlose Nutzung des Paul-Thiem-Ateliers freuen und zwar vom 1. Februar 2018 bis 31. Januar 2020. sb

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