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Stephanie Lörke vom Pöckinger Faschingsclub freut sich schon auf die Auftritte der Garden und Prinzenpaare

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Von: Petra Straub

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Ein Bild aus der aktiven Zeit. Stephanie Lörke tanzte in der Garde „The Dancing Mania“ des Pöckinger Faschingsclubs.
Ein Bild aus der aktiven Zeit. Stephanie Lörke tanzte in der Garde „The Dancing Mania“ des Pöckinger Faschingsclubs. © privat

Pöcking – Rund um den Starnberger See ist normalerweise richtig was los in der fünften Jahreszeit. Da wird getanzt und gefeiert und schlüpfen die Narren in bunte Kostüme. Dieses Jahr müssen wegen der Pandemie jedoch wieder viele Bälle und Umzüge ausfallen. Um den Lesern trotzdem für einen kurzen Moment ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, veröffentlicht der Kreisbote Starnberg Faschingsfotos und-geschichten von bekannten Personen. Heute von der Präsidentin des Pöckinger Faschingsclubs, Stephanie Lörke.

Wie leidenschaftlich die Mitglieder des Pöckinger Faschingsclubs ihrem Hobby frönen, zeigt das Bild, das uns Stephanie Lörke zur Verfügung gestellt hat. Die fünfte Jahreszeit ist auch für sie ein Ausdruck der Lebensfreude – selbst wenn die Mutter von drei Kindern seit ein paar Jahren nicht mehr im Rampenlicht steht. Dass in diesem Jahr einmal mehr alles anders ist als in Vorjahren, bedauert sie. Doch wie man es von einer richtigen Frohnatur wie ihr vermutet, überwiegt das Positive, die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie und viel Spaß bei den vereinseigenen Bällen und Aufführungen in der neuen Saison ab dem 11.11.22.

40 Jahre Pöckinger Faschingsclub

Die ein oder andere Anfrage gibt es zwar noch für die laufende Faschingssaison. Die Garden sollen auf Parkplätzen vor Einrichtungen auftreten, erklärt Stephanie Lörke. Doch, ob diese tatsächlich stattfinden können, kann derzeit niemand sagen. „Wir haben uns die Anfragen notiert, sind aber so verblieben, dass wir vorher noch telefonieren.“

Mini Mouse Stephanie Lörke liebt den Fasching. Mit ihren drei Kindern ist sie gerne bei den Auftritten des Pöckinger Faschingsclubs dabei.
Mini Mouse Stephanie Lörke liebt den Fasching. Mit ihren drei Kindern ist sie gerne bei den Auftritten des Pöckinger Faschingsclubs dabei. © privat

Dass man derzeit keine Planungssicherheit hat, ist organisatorisch schwierig. Aber auch in diesem Fall übt sich die Präsidentin in einer positiven Sichtweise. „Lieber sagt man vielleicht und rechnet mit beidem und ist am Ende positiv überrascht.“ Natürlich ist der Fasching in diesem Jahr nicht der, den die Pöckinger Närrinnen und Narren aus den Vorjahren kennen, sogar noch aus dem Jahr 2020, als das 40-jährige Bestehen des Faschingsclubs groß gefeiert wurde.

Dieses Jahr tanzten die Pöckiger Garden im Youtube-Kanal

Doch nach nun zwei Jahren Pandemie ohne jegliche Auftritte rauchten die Köpfe bei den Verantwortlichen des Vereins und man kam überein, die Kinder- und die Erwachsenengarde bei einer Hybrid-Veranstaltung Mitte Januar auftreten zu lassen, um doch noch ein bisschen Fasching feiern zu können. Ein kleiner Teil der Besucher konnte dabei die Auftritte im beccult in Pöcking live verfolgen. Zeitgleich saßen rund 120 bis 150 Fans des Pöckinger Faschingsclubs zuhause an den Bildschirmen, um „Das Spiel um die Diamanten“ der Showtanzgruppe „The Dancing Mania“ und „Die Piratenschatzsuche“ der Kindergarde live auf dem Youtube-Kanal zu verfolgen.

40 Jahre Pöckinger Faschingsclub 2020. Auch Stephanie Lörke und ihr Prinz, Andi, von 2007, machten beim Jubiläumsfrühschoppen in ihren 13 Jahre alten Originalkostümen noch eine gute Figur.
40 Jahre Pöckinger Faschingsclub 2020. Auch Stephanie Lörke und ihr Prinz, Andi, von 2007, machten beim Jubiläumsfrühschoppen in ihren 13 Jahre alten Originalkostümen noch eine gute Figur. © privat

Wie gut es tut, vor Publikum aufzutreten, weiß Stephanie Lörke aus eigener Erfahrung. Bevor sie 2007 „die Tanzschuhe gegen die Trainerschuhe“ eintauschte, war sie lange in der Showtanzgruppe aktiv. 2004 stand sie mit den Pöckinger Tänzerzinnen und Tänzern erstmals auf der Bühne. Fünf Jahre lang trainierte sie die Kindergarde. Bis 2012, als ihr erstes Kind zur Welt kam. Sogar hochschwanger, „als watschelnder Pinguin“, versuchte sie den Mädchen und Buben noch die Tanzschritte zu zeigen, erinnert sich die humorvolle Präsidentin.

Der Pöckinger Faschingsclub tritt auch in München und in Weilheim auf

Heute ist sie „für das Geschäftliche“ zuständig. Als Präsidentin betreibt sie seit 2013 Auftrittsakquise und hält in dieser Funktion den Kontakt zu den vielen Einrichtungen, die Prinzenpaare und Tanzgruppen alljährlich gerne zu sich einladen. Dazu zählen etwa der Sozialdienst in Pöcking, Kindergärten und Schulen und das Jugendzentrum „Kuhstall“, mit dem der Faschingsclub auch beim Ferienprogramm im Sommer gerne zusammenarbeitet. Auch in Weilheim und München sind die Tänzerinnen und Tänzer vom Starnberger See gerngesehene Gäste.

Trotzdem ist sie hin und wieder gerne bei Liveauftritten dabei, schließlich sei der Fasching dazu da, das Dunkle zu vertreiben. Ihn wegen der Pandemie in den Sommer zu verlegen, wie es aktuell vielerorts diskutiert wird, davon hält Stephanie Lörke wenig: „Da gehört er nicht hin.“ Und so hofft sie auf einen Weg in Richtung „gewohnte Normalität“. Mit einer weiterhin standhaften Mitgliederzahl beim Pöckinger Faschingsclub um die 120 und weiterhin vielen Aktiven. In der Pandemie ist ihre Zahl bei der Showtanzgruppe „The Dancing Mania“ sogar auf 17 angewachsen.

Im September wird der Verein einige Probetrainings für die Neuzugänge anbieten. Mitmachen dürfen alle Kinder ab Schuleintritt und in der Erwachsenengarde alle ab 18 Jahren. Dann soll es statt der zwei Garden auch wieder eine dritte, eine Jugendgarde, geben und wieder neue Prinzenpaare. Denn aktuell sind die Prinzenpaare noch aktiv, die 2020 im Rahmen des 40-jährigen Bestehens des Pöckinger Faschingsclubs ins Amt gehoben wurden.

Jubiläum: Wenn nach 40 Jahren nur noch der Hut des einstigen Kostüms passt

Was war das für ein Fest! An den Jubiläumsfrühschoppen 2020 des 1980 gegründeten Pöckinger Faschingsclubs erinnert sich Stephanie Lörke gerne. Alle Prinzenpaare der vergangenen Jahre waren dazu eingeladen und schlüpften - sofern das möglich war - in ihre alten Kostüme. Bei manchen, wie bei ihrem Onkel Horst Curth, hätte „nur noch der Hut gepasst“, scherzt sie. Alle ehemaligen Aktiven seien bei der Veranstaltung persönlich vorgestellt worden. Am Ende gab es ein gemeinsames Foto – „das war etwas ganz Besonderes“.

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