Sterne funkeln für Tourismusbetriebe

Eine deutlandweite Premiere im Wirtschaftsministerium von Martin Zeil: Zum ersten Mal hat ein Minister Vermietern von Ferienwohnungen die begehrten Klassifizierungs-Sterne verliehen. Am Montagnachmittag sind 29 Privatvermieter aus den Tourismusregionen Starnberger Fünf-Seen-Land, dem Tölzer Land und dem Pfaffenwinkel in Zeils Ministerium in München zusammengekommen, um sich neben der Auszeichnung auch die lobenden Worte des Ministers sowie der Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbands (DTV), Claudia Gilles, abzuholen.

Auch Klaus Götzl, der Geschäftsführer des Tourismusverbands Starnberger Fünf-Seen-Land, lobte Engagement und Leistung der Privat-Vermieter. Die momentane Stagnation im Geschäft mit Gästen und Urlaubern bürge auch eine große Chance, denn „der Wunsch der Gäste nach Qualität bei ihnen in ihren Feriendomizilen ist genauso groß wie in der Hotellerie“. Wer das nicht sehe, der verliere langfristig seine Gäste, fügte Götzl hinzu. Durch die Klassifizierung mit Urkunden und Sternen (eine entsprechende Idee wurde auf Bundesebene 1993 auf Initiative von Privatvermietern geboren, die Klassifizierung gibt es seit 1998) wird dem Gast heute deutlich, dass er sich in einem nach strengen Vorgaben zertifizierten Betrieb befindet, der für ein bestimmtes Übernachtungs- und Aufenthaltsniveau garantiert. Bei rund 450 Millionen Übernachtungen pro Jahr – Deutschland nimmt europaweit somit Platz zwei ein – eine nicht unbedeutende Tatsache. Wie Claudia Gilles im Rahmen der Feierstunde betonte, werden „Vermieter, die in Qualität investieren, mit hohen Gästezahlen belohnt“. Denn die Gäste orientierten sich heute an Qualität und einem guten Preis-Leistungsverhältnis, so Gilles weiter, die an die 2,8 Millionen Arbeitsplätze (Bayern: 600.000) in einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland erinnerte. Auch Martin Zeil sieht in der „Qualität den Schlüssel zum Erfolg“. Bayern sei außerdem „unangefochten ‚Sterne-Marktführer’ bei den Ferienwohnungen und Privatzimmern“. Der Freistaat verfüge mit rund 21.000 klassifizierten Betrieben (bundesweit 66.000) über nahezu einem Drittel des Angebots, ergänzte der Wirtschaftsminister. Für Zeil eine Erfolgsgeschichte, denn über 80 Prozent aller Reisenden würden heute bei der Zimmerbuchung auf die Sterne vertrauen. Was auch die Herrschingerin Hannelore Sigl so bestätigen konnte: „Ich bin immer sehr gut ausgelastet und die Leute kommen immer wieder gerne zu mir.“ Freilich spiele da auch das persönliche Verhältnis zwischen Vermietern und Gästen eine nicht unerhebliche Rolle, ergänzte sie. An der DTV-Klassifizierung teilnehmen können alle Anbieter von Ferienwohnungen sowie von Privatzimmern bis einschließlich acht Betten. Der DTV vergibt nach einer (einheitlichen) Prüfung vor Ort je nach Qualität der angebotenen Ferienunterkunft einen bis fünf Sterne. Die Klassifizierung gilt für drei Jahre. Die DTV-Klassifizierung für Privatquartiere ergänzt in Deutschland die klassische Hotelklassifizierung und die sogenannte G-Klassifizierung für Gasthöfe, Gasthäuser und Pensionen. Der Freistaat hat für dieses und nächstes Jahr die Gelder für das Tourismusmarketing inklusive der Regionalverbände um zwei Millionen Euro jährlich erhöht. po

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