Appell auch an die Politik

Wie ist die Stimmung in Zeiten von Corona: Gastro-Gewerkschaft startet Onlineumfrage im Landkreis

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will wissen, wie es Beschäftigten im Gastgewerbe in Zeiten von „Corona“ geht. Deshalb hat sie nun eine Onlineumfrage gestartet.

Landkreis - Von der Kontakt- liste im Wirtshaus bis zur Maskenpflicht im Hotel. Die Corona-Pandemie verlangt nicht nur Gästen einiges ab. Auch für die rund 3.600 Menschen, die im Landkreis Starnberg im Hotel- und Gaststättengewerbe arbeiten, hat die Pandemie massive Auswirkungen. Wo genau der Schuh drückt, will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun genau wissen Sie hat eine Branchenumfrage gestartet.

Im Internet unterwww.umfra­geonline.com/s/gastgewerbe_bayern können Köche, Kellner und Hotelfachleute über ihre Arbeit unter Corona-Bedingungen berichten. „Die Erfahrungen sollen dabei helfen den Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Gäste zu verbessern. 

Das Gastgewerbe darf unter keinen Umständen zu einem Corona-Hotspot werden“, so NGG- Geschäftsführer Tim Lünnemann. In der Branche sei die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln unabdingbar. „Für das Personal bedeutet das aber auch eine große Mehrbelastung. Service-Kräfte müssen bei sommerlichem Wetter über viele Stunden mit Mundschutz kellnern, Tischabstände im Blick haben und Adresslisten der Gäste führen“, sagt Lünnemann. Hinzu kämen finanzielle Einbußen. 

Nach monatelanger Kurzarbeit seien viele Mitarbeiter dringend auf Einkünfte angewiesen. „Viele können noch immer nicht wieder in Vollzeit arbeiten. Bei den meist niedrigen Löhnen in der Gastronomie reicht das Kurzarbeitergeld oft nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Daher braucht es hier unbedingt Nachbesserungen“, so Lünnemann. 

Für Beschäftigte im Gastgewerbe solle das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent aufgestockt werden. Die Politik dürfe sich nicht nur um die Klagen der Wirte kümmern, sondern müsse auch für einen besseren Zugang zum Kurzarbeitergeld für Geringverdiener sorgen. 

An Gastronomen und Hoteliers appelliert die Gewerkschaft, nicht am Arbeitsschutz zu sparen. Wer den ganzen Tag mit Maske bedient, für den sollten auch mal ein paar Pausen mehr drin sein“, fordert Gewerkschafter Lünnemann.

Von Kreisbote

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