Symbolischer Spatenstich in Gilching – Fünf Bauabschnitte geplant

Barrierefreier Bahnhof

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Symbolischer Spatenstich für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Gilching-Argelsried (v.li.): Bürgermeister Manfred Walter, Münchens Bahnhofmanagerin Mareike Schoppe, Ministerialdirigent Hans-Peter Böhner und Johannes Strauß von der zuständigen Baufirma.

Gilching – Seit Ende Februar baut die Deutsche Bahn den Bahnhof Gilching-Argelsried an der Münchner S-Bahn-Linie S8 barrierefrei aus. Anlässlich dieser Maßnahme wurde in dieser Woche symbolisch der Spatenstich nachgeholt.

Insgesamt investiert der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn rund 8,7 Millionen Euro, damit Fahrgäste künftig stufenfrei die Bahnsteige erreichen und in die S-Bahnzüge einsteigen können. Im Rahmen des sogenannten Bayern-Pakts übernimmt der Freistaat davon 6,9 Millionen Euro; die Bahn kommt für die Restsumme auf. „Das ist eine freiwillige Leistung des Freistaates, denn eigentlich ist der Bund für die Maßnahme zuständig“, erklärte Ministerialdirigent Hans-Peter Böhner, der eigens zum symbolischen Spatenstich nach Gilching gekommen war. 

Ende 2018 soll alles fertig sein

Für Bürgermeister Manfred Walter ist der Umbau des Bahnsteig-Zugangs eines der wichtigsten Maßnahmen, die in Gilching derzeit im Hinblick auf eine barrierefreie Kommune umgesetzt werden. Bis Ende 2018 soll alles fertig sein. Insgesamt sind fünf Bauabschnitte geplant. 

Im ersten Abschnitt wird bis Ende März eine Personenunterführung errichtet. Danach folgt in einer zweiten Phase der Abbruch des Bahnsteigs (bis Anfang Mai). Im dritten Bauabschnitt bis Ende August soll dann die Treppe zum Mittelbahnsteig errichtet werden. In Phase vier kommt das Bahnsteigdach bis Anfang September und im fünften Bauabschnitt bis Ende 2018 sollen dann noch die Restarbeiten erledigt werden. Der Einbau eines Aufzuges erfolgt voraussichtlich erst 2019.

Zusätzlicher Zugang

In den nächsten Wochen wird nun erst einmal der Mittelbahnsteig inklusive Dach abgebrochen und der neue Bahnsteig sowie ein 57 Meter langes Dach errichtet. Kleines Manko beim Umbau zum barrierefreien Bahnhof: Der Treppenabgang bleibt nur 1,60 Meter breit. Die Gemeinde Gilching hätte sich aufgrund der starken Frequentierung mehr Platz gewünscht. Technisch sei jedoch keine andere Lösung möglich, heißt es im Planfeststellungsbeschluss. Außerdem weist die Bahn darauf hin, dass Fahrgäste künftig zusätzlich zur Treppe ja auch einen Aufzug sowie einen zusätzlichen Zugang am südwestlich gelegenen Bahnsteigende benutzen können.

Von Andrea Jaksch

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