Benedictus Krankenhaus Tutzing

„Tag der Hand“: Sicher Heimwerken und Handverletzungen vermeiden

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Dr. Anna Borys, leitende Ärztin des Fachbereichs für Hand- und Ellenbogenchirurgie am Benedictus Krankenhaus Tutzing.

In guten Händen: Der „Tag der Hand“ findet dieses Jahr am 1. März 2019 zum zweiten Mal statt und wird bundesweit von der „Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie“ (DGH) veranstaltet. Schwerpunkt der aktuellen Kampagne liegt auf der Prävention von Handverletzungen beim Heimwerken und der Information über das Leistungsspektrum der Handexperten.

Dr. Anna Borys, leitende Ärztin des Fachbereichs für Hand- und Ellenbogenchirurgie am Benedictus Krankenhaus Tutzing, ist ebenfalls Mitglied der DGH und unterstützt aktiv den „Tag der Hand“ mit einer Informationskampagne in und außerhalb der Klinik.

Dr. Anna Borys: „Wir wollen auf die besonderen Gefahren beim Heimwerken aufmerksam machen und wie man sich präventiv vor Handverletzungen schützt.“ Die häufigsten Verletzungen beim Heimwerken sind offene Wunden durch scharfe oder spitze Gegenstände sowie Prellungen, Quetschungen oder Knochenbrüche. 

Dr. Anna Borys verweist auf die praktischen Tipps der DGH für den sicheren Umgang während des Heimwerkens:

Sicherer Umgang mit Messer, Cutter, Heckenscheren

Bei der Arbeit mit Messern und Klingen ist besondere Umsicht geboten, denn Schnitt- und Stichwunden zählen zu den häufigsten Verletzungen der Hand. Achten Sie deshalb auf wirksame Schutzmaßnahmen:

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Nur mit Sicherheitsmessern arbeiten!

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Gutes Werkzeug einsetzen! Stumpfe Messer sind gefährlicher als scharfe.

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Schnittfeste Schutzhandschuhe tragen!

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Schneidewerkzeuge mit ergonomischem, gummiertem Griff nutzen.

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Messer ohne automatischen Einzug sofort wieder in die Schutzstellung zurückbringen, keine Messer mit feststehender Klinge verwenden.

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Offene Klingen sofort wegräumen, scharfes und spitzes Werkzeug in speziellen Werkzeugtaschen aufbewahren.

Sicherer Umgang mit Tischsägen, Handkreissägen 

Der falsche oder unvorsichtige Umgang mit Sägen verursacht schwere Verletzungen an Fingern, Händen oder Armen.

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An Kreissägen keine Handschuhe benutzen! Wenn der Handschuh durch die Rotation erfasst wird, besteht erhöhte Verletzungsgefahr.

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Schutzvorrichtungen wie Abdeckhaube und Spaltkeil prüfen und niemals entfernen!

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Nur intakte Sägeblätter verwenden.

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Eng anliegende Kleidung tragen, Ärmel nach innen aufkrempeln.

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Einen Schiebestock oder eine Zuführeinrichtung nutzen.

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Handkreissägen mit Motorbremse, Einschaltsperre und nicht feststellbarem Schalter verwenden.

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Späne mit einem Handbesen entfernen, nicht mit der Hand.

Sicher mit Handschutz und Handschuhen 

Bei Arbeiten in Haus und Garten bieten Handschuhe einen guten Schutz vor Handverletzungen. Wichtig ist es jedoch, die Handschuhe entsprechend der geplanten Tätigkeit und Belastung auszuwählen. Meist zeigen Piktogramme und Codes auf dem Handschuh, welchen Schutz er bietet:

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Das Hammersymbol zeigt, dass der Handschuh gegen mechanische Gefährdungen schützt.

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Ein vierstelliger Zahlencode gibt Auskunft über die Leistungsstufen (1 bis 5) – je höher der Wert, desto höher der Schutz.

Grundsätzlich sollten Sie beachten

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Wählen Sie Handschuhe in der richtigen Größe, damit sie optimal sitzen!

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Gummihandschuhe sind beim Umgang mit Werkzeugen tabu.

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Beim Umgang mit Kreissägen und Bohrmaschinen keine Handschuhe tragen! Sie können von rotierendem Werkzeug erfasst werden und erhöhen so das Verletzungsrisiko.

Was tun bei Handverletzungen? 

Verletzungen an der Hand müssen ernst genommen und sofort behandelt werden! Auch Schnitt- und Stichwunden können gefährlich sein, vor allem wegen der Infektionsgefahr.

Wann zum Arzt oder ins Krankenhaus? 

Bei tiefen oder klaffenden Wunden sollten Sie direkt einen Spezialisten aufsuchen. Ebenso bei Gefühls-, Durchblutungs- oder Bewegungsstörungen, bleibende oder zunehmende Schmerzen, Blutungen, die sich nicht stillen lassen, sichtbare oder vermutete Frakturen oder Verletzungen im Bereich der Gelenke.

Mehr Infos unter: www.krankenhaus-tutzing.de

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