„Kein Risiko eingehen“

Starnberger Eiszauber 2021 wegen Corona-Pandemie abgesagt

In Neu-Isenburg soll im Dezember die erste Eisbahn im Landkreis Offenbach eröffnen.
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Der Starnberger Eiszauber am Kirchplatz fällt 2021 Corona-bedingt aus (Symbolbild).

Starnberg - Nachdem wegen der anhaltenden Corona-Pandemie vorige Woche bereits der mit einzelnen Budenstandorten im Stadtgebiet geplante „modifizierte“ Christkindlmarkt abgesagt werden musste, hat es nun auch den für Januar auf dem Kirchplatz vorgesehenen „Eiszauber“ erwischt.

Der Haupt- und Finanzausschuss gelangte am Montag zu der einhelligen Einschätzung, dass im Zuge des neuerlichen Lockdowns auch derartige Veranstaltungen unter freiem Himmel nicht durchgeführt werden sollten – die abermals verschärften Hygiene-Vorschriften wären kaum einzuhalten gewesen. Als weiterer Aspekt kam hinzu, dass die Stadt das Risiko einer (zu) späten Absage mit womöglich hohen Rücktrittskosten nicht eingehen wollte. Bis Montag löste eine Streichung des „Eiszaubers“ laut Verwaltung jedenfalls noch keine Storno-Kosten aus: Dass nun auch keine entsprechenden Finanzmittel mehr in den Haushalt 2021 eingestellt werden, komme einer Absage gleich, machte Bürgermeister Patrick Janik (UWG) deutlich: Es sei somit „ausgeschlossen, dass wir das durchführen können“.

Der von der früheren Bürgermeisterin Eva Pfister (BMS) ins Leben gerufene „Eiszauber“ hatte sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im Jahreskalender etabliert und war mit bis zu 8000 Besuchern äußerst beliebt, auch wenn die Stadt Jahr für Jahr trotz rund 25.000 Euro Einnahmen durch Eintrittsgelder bis zu 60.000 Euro zuschießen musste. Tim Weidner (SPD) bedauerte die Absage („Soziale Kontakte zu kappen ist bitter“), sah aber genauso wie die Ratskollegen in Corona-Zeiten hierzu keine Alternative. Ludwig Jägerhuber (CSU) machte den Vorschlag, im kommenden Jahr erneut über den „Eiszauber“ nachzudenken.

Thomas Lochte

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