Polizei bittet nach Unfall aufs Tauchen im See zu verzichten

Taucher aus München verunglückt an berüchtigter Allmannshauser Wand 

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Der Rettungshubschrauber brachte den an der Allmannshauser Wand verunglückten Taucher ins Murnauer Klinikum. Dort wird er derzeit medizinisch betreut. Die Klärung des Unfallherganges dauert noch an.

Landkreis/Allmannshausen - Das frühlingshafte Wetter am vergangenen Wochenende verleitete einen Münchner dazu, im Starnberger See einen Tauchgang zu unternehmen. Gegen 10.30 Uhr am Sonntagvormittag stieg der Mann in den See, um an der bei Wassersportlern beliebten Allmannshauser Steilwand hinunterzutauchen.

Nach dem Wiederauftauchen klagte der 59-jährige Münchner allerdings über Lähmungserscheinungen und Atemnot, woraufhin ein anderer Taucher den Rettungsdienst verständigte. Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus Murnau geflogen. Bei dem Verunglückten handelt es sich um einen sehr erfahrenen Taucher, der selbst als Ausbilder tätig ist. Ob eine Fehlanwendung beim Gerät während des Tauchgangs oder andere gesundheitliche Probleme für den Unfall verantwortlich sind, muss derzeit noch geklärt werden. Im Einsatz waren neben Polizei und Einsatzkräften des BRK Starnberg auch die Wasserwachten aus den Ortsgruppen Ammerland, Feldafing, Starnberg sowie deren Kollegen von der DLRG Pöcking-Starnberg und Helfer der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des BRK Wolfratshausen.

Polizei bittet sportliche Aktivitäten zu reduzieren oder ganz zu vermeiden

Die Polizeiinspektion Starnberg weist, aufgrund der aktuellen Corona-Epidemie und den daraus resultierenden Einschränkungen, darauf hin, dass die Ausübung sportlicher Aktivitäten zwar zulässig sei, allerdings infolge der derzeitigen Situation hiervon Abstand genommen werden sollte. Die Rettungskräfte sowie die Polizei sind im Rahmen der sich laufend veränderten Coronavirus-Situation personell besonders stark eingebunden. Zusätzliche Rettungseinsätze, die nichts mit dem Coronavirus zu tun haben, erschweren momentan die Arbeit der Einsatzkräfte und führen zu personellen Engpässen in Fällen, in welchen jede einzelne Hilfe dringend benötigt wird. Dementsprechend bittet die Starnberger Polizei auf sportliche Aktivitäten auf und im See  zu verzichten und so Rücksicht auf die Rettungskräfte und das medizinische Personal zu nehmen. 

von Kreisbote

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