Die Suche nach Lösungen für den Alltag

Das Thema Demenz ist Mittelpunkt einer Ausstellung im Landratsamt - was Kommunen tun können

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Am Dienstag bei der Ausstellungseröffnung: (v.l.) Aloisia Chiera (Klinikum Starnberg), Angelika Büschel (Sozialpsychiatrischer Dienst Starnberg), Corinna Bürner (Ilse Kubaschewski Stiftung), Ulrike Kaufmann (Landesalzheimergesellschaft), Landrat Karl Roth, Petra Fontana (Fachstelle für Senioren), Christine Gunz-Kahlau (BRK), und Christine Offtermatt (Seniorentreff Starnberg).

Starnberg – Im Starnberger Landratsamt ist bis 1. Februar eine umfangreiche Ausstellung zum Thema Demenz zu sehen. Vor dem Hintergrund, dass allein im Landkreis Starnberg im Jahr 2020 möglicherweise 3.300 Mitbürger an Demenz erkrankt sein werden, komme dem Krankheitsbild und dem gesellschaftlichen Umgang damit eine große Bedeutung zu, betonten bei der Eröffnung der Ausstellung alle Beteiligten.

„Lust auf ein Wettrennen? Wer zuerst beim Supermarkt ist.“ „Spannender wäre: Wer findet wieder zurück.“ Die Karikaturen von Peter Gaymann beschäftigen sich in der Wanderausstellung des Bayerischen Gesundheitsministeriums humorvoll mit dem Krankheitsbild, das Betroffene und Angehörige meist verzweifeln lässt. „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“ lautet der Titel der gut gemachten Ausstellung, die durch die Gaymann-Karikaturen ergänzt wird. Wer das Foyer der Kreisbehörde betritt, stößt auf eine übergroße Kopfskulptur, gespickt mit Regalen und Fächern, in denen den Besuchern das Thema Demenz in verschiedenen Aspekten näher gebracht wird. Gezeigt wird auch, wie Angehörige, aber auch die Öffentlichkeit mit Demenzerkrankten leben können. Landrat Karl Roth versuchte bei der Eröffnung Mut zu machen: „Wir sollten nicht immer nur das Negative, das Traurige, das Graue sehen“, vielmehr solle man sich der Herausforderung stellen und versuchen mit den Betroffenen einen gemeinsamen Weg zu finden. Dass mit dieser Aufgabe niemand alleine ist, zeigt auch das breite Unterstützungsangebot durch Organisationen und Verbände wie dem BRK, dem Seniorentreff Starnberg, die Fachstelle für Senioren im Landratsamt oder dem Starnberger Klinikum.

Was können Kommunen und Gesellschaft tun?

Im Rahmen eines Workshops hatten bereits vor Ausstellungseröffnung Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Seniorenbeiräte aus den Gemeinden die Möglichkeit, sich bei der Landesalzheimergesellschaft über praktische Alltagsmaßnahmen zu informieren. Der in Nürnberg ansässige Verein hat die Initiative Demenzfreundliche Kommune ins Leben gerufen und will aufzeigen, mit welchen Mitteln Demenzerkrankten das tägliche Leben leichter gemacht werden kann. Etwa durch Demenzhelferinnen, die mit den Betroffenen zum Einkaufen gehen, Hausbesuche, Tagespflege mit Aktivitäten, Demenzpaten, bauliche Maßnahmen in den Kommunen, damit sich die Betroffenen leichter orientieren können, Rundfahrten durch den Ort und vieles mehr. Die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes ist während der Öffnungszeiten zu sehen.

po

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