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Lag es am befürchteten Schneeaufkommen oder hatten die Inninger tatsächlich nichts auszusetzen. Ohne jegliche Diskussion ging am Montag die Bürgerversammlung zu Ende. Zu Gast war auch Landrat Karl Roth. Er vesprach, die Gemeinde in Punkto interkommunales Gewerbegebiet zu unterstützen. Die Pro-Kopf-Verschuldung gab Bürgermeister Werner Röslmair mit 363 Euro an.

Rund 60 Gäste waren zur Bürgerversammlung ins Haus der Vereine in Inning gekommen. In seinem Rechenschaftsbericht machte Bürgermeister Werner Röslmair unter anderem auf die finanziellen Belastungen aufmerksam, die 2009 auf die Gemeinde zukommen. Zum einen steht der Schulhausanbau an. „Er wird immer dringlicher. Aufgrund der Mittagsbetreuung und des Nachmittagsangebot reichen die Räume trotz gleich bleibender Schülerzahl nicht mehr aus“, mahnte der Rathauschef. Ziel sei, mit dem Anbau noch heuer zu beginnen. Geschätzte Kosten: eine Million Euro. „Im engen Schulterschluss mit dem Gemeinderat und der Schulleitung werden wir die für alle beste Lösung finden.“ Mehr noch im Magen liegen Röslmair rund 2,5 Millionen Euro, die die Gemeinde Inning auf vier Jahre verteilt an den Zweckverband weiterführende Schulen im westlichen Landkreis einzahlen muss. Das Geld ist anteilig für die Sanierung des Gymnasiums in Gilching und der Realschule in Herrsching vorgesehen. „Eine Summe, die wir nur durch Kredite aufbringen können“, sagte Röslmair. Gleichwohl es ihm widerstrebe, neue Schulden zu machen. „Ich will aber den Haushaltberatungen nicht vorgreifen.“ Der Schuldenstand Ende 2008 betrug laut Röslmair 1,5 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die aufgenommenen Darlehen für den Erwerb und die Sanierung des Gasthofes „Zur Post“ in Höhe von gut 700.000 Euro, sagte er. Ärgerlich sei, so Röslmair, dass die ursprünglich zugesagten Gelder für die Mehrkosten wegen denkmalgeschützter Maßnahmen an dem Gebäude nun doch nicht ausbezahlt werden. Zu diesem Punkt signalisierte Landrat Karl Roth zu intervenieren. „Wir lassen nicht locker und bleiben dran. Es geht einfach nicht, dass erst etwas versprochen wird und nur weil ein Wechsel im Amt stattfindet dann nicht gehalten wird. Schließlich zahlen wir ja auch alle in den Fond mit ein.“ Unterstützung versprach er auch in Punkto interkommunales Gewerbegebiet. Röslmair hatte von Problemen berichtet, die die Stadt München mache, weil das vorgesehene Areal vorgeblich im grünen Korridor der Stadt liegt. „Da gibt es eine beispielhafte Zusammenarbeit von zwei Kommunen und nun tät‚ München Ärger machen“, schimpfte Roth. Die anschließend geplante Diskussion mit den Bürgern entfiel mangels Kritik und mangels Fragen.

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