Freie Mitarbeiterin Lisa Livancic berichtet

Tipps gegen die Quarantäne-Langeweile: Frühjahrsputz, Sport oder doch ein schönes Buch?

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Lisa und ihre Mama fertigten unter anderem ein 3000 Teile Puzzle in der Quarantäne. Es hatte ihr kurzzeitig "alle Nerven" geraubt.

Landkreis - Ausgangsbeschränkungen, stündliche Corona-Meldungen, Wirtschaftskrise – all das beherrscht momentan unseren Alltag und schränkt ihn auch deutlich ein. Kinder, die nicht in die Schule können, Studenten, die die Vorlesungen im Internet verfolgen müssen, Angestellte die neuerdings im Home Office arbeiten. Zurzeit ein völlig normales Szenario, aber was kann man eigentlich gegen die Langeweile tun, die durch die Ausgangsbeschränkungen möglicherweise aufkommt? Und wie nutzt man die Zeit am besten?

Ich glaube, dass es am wichtigsten ist einen Plan für diese Zeit zu haben. Man schnappt sich einen Zettel und macht seine ganz persönliche „To Do Liste“, denn die aktuelle Situation hat nicht nur schlechte Seiten – endlich kann all das nachgeholt werden, für das in unserem normalen Alltag keine Zeit ist. Von dieser Liste kann man dann an jedem freien Tag etwas abarbeiten und es ist ein sehr befreiendes Gefühl, wenn man am Ende seine erledigten Aufgaben abhacken kann. Es ist Zeit, um alte Hobbys wieder aufleben zu lassen: Stöbern Sie doch durch alte verstaubte Kisten im Keller oder auf dem Dachboden und graben Sie ihr Lieblingspuzzle aus der Kindheit aus. Ich für meinen Teil könnte mit den ganzen Puzzles, die ich in der Quarantäne schon zusammengelegt habe, sicher meinen gesamten Fußboden auslegen. Eines davon hatte sogar 3000 Teile … da war mir und meiner Mutter in der ersten Quarantänewoche mindestens nicht langweilig. Auch wenn man soziale Kontakte vermeiden sollte, kann man sich die digitalen Medien doch zunutze machen, um mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Skype, Houseparty und Co. bringen uns trotz der körperlichen Ferne wieder zusammen.

In alten Erinnerungen schwelgen

Und wenn man schon nicht aus dem Haus soll und vielleicht sogar der Urlaub dank Corona ins Wasser gefallen ist, ist es schön in alten Erinnerungen zu schwelgen. Jeder von uns hat sicher Urlaubsfotos, die noch darauf warten aussortiert zu werden. Warum sollte man nicht wieder etwas altmodischer werden, die schönsten von ihnen ausdrucken und in ein Fotoalbum kleben? Das schaut man sich sicher öfters an, als Fotos auf Laptop und Handy. So wie bei allen schönen Feiertagen sind die zur Osterzeit entstandenen „Frühlings(speck)rollen“ nicht wirklich erwünscht. Die Ausgangsbeschränkungen dauern auch nach Ostern noch an, was genau die richtige Zeit für eine Frühjahrsdiät ist. Man ist zu Hause, hat genügend Zeit für sich selbst zu kochen und muss sich nicht schnell in der Mensa ein überteuertes Gericht holen. Außerdem ist man bei der ganzen freien Zeit vielleicht auch motivierter das Internet nach leckeren Rezeptideen zu durchstöbern. Corona bringt doch vielleicht auch einige von uns dazu, sich sportlich mehr zu betätigen. Die Fitnessstudios sind zwar geschlossen, aber mal ehrlich, das kann man auch zu Hause machen. Also runter vom Laufband und raus in den Wald!

Das Glück ist mit den Kreativen

Wo wir jetzt schon bei Bewegung sind, wie schaut es aus mit einem richtigen Frühjahrsputz? Also bei mir steht er auf jeden Fall an und es ist genau die richtige Zeit, das ganze Haus einmal gründlich zu reinigen – dem Virus sei Dank. Vielleicht fällt dem ein oder anderen dabei auch etwas ins Auge, was er gerne verändern möchte: Einfach ausprobieren! Das Sofa von der linken in die rechte Ecke schieben und schon hat man ein ganz anderes Zimmer. Oder aus alten Holzplatten und der restlichen Wandfarbe ein schönes Dekoteil zaubern? Warum nicht … das Glück ist mit den Kreativen. Jetzt wo das Wetter besser wird freut sich auch der Garten über eine kleine Veränderung. Ein paar neue Pflanzen verändern doch so einiges!

Aber nach dieser ganzen Arbeit und sportlichen Betätigung ist es allemal Zeit für ein bisschen Entspannung. Einfach einen ganzen Tag an seiner packenden Lektüre verbringen: Ob Krimi, Liebesgeschichte oder Roman. Passend zur aktuellen Situation kann ich Richard Prestons Tatsachen-Thriller sehr empfehlen. In den beiden Büchern - „Superpox: Tödliche Viren aus den Geheimlabors“ und „Hot Zone: Ebola, das tödliche Virus“ - beschreibt der Schriftsteller je die Herkunft, den Verlauf der Krankheit und vieles mehr der Viren, die Ebola und Pocken auslösen. Für jeden verständlich, gibt Preston einen guten Überblick über die Geschehnisse im, mit den Viren befallenen, Körper, aber auch über äußere Umstände. Gerade um vielleicht die Aussagen, die wir tagtäglich hören ein wenig zu reflektieren und sich sein eigenes Bild machen zu können, sind diese Bücher sehr hilfreich und zudem noch äußerst interessant. Es gibt so einiges, was man in dieser Quarantänezeit tun kann. Hauptsache man sucht sich Beschäftigungen und vielleicht geht der ganze Spuk dann schneller als erwartet schneller vorbei. Bleiben Sie gesund!

Von Lisa Livancic

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