Träger ist in Sicht

In der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien erschienen zahlreiche Wörthseer Familien mit Ihren Kleinkindern zur Bürgerfragestunde. Wie berichtet ist es der Gemeinde nicht möglich gewesen, wie ursprünglich geplant, eine Kinderkrippe im Gemeindekindergarten ins Leben zu rufen. Wider erwarten hatten sich doch mehr Kinder für das kommenden Kindergartenjahr angemeldet, so dass es nicht möglich war, eine Kindergartengruppe zu schließen und dafür eine Krippengruppe zu errichten. Die Familien wiesen Bürgermeister Peter Flach erneut auf den dringenden Bedarf einer solchen Einrichtung hin.

Unklar ist den Eltern auch, warum die Gemeinde nicht bereits im Vorfeld konkret den Bedarf an Kindergartenplätzen ermitteln konnte. Desweiteren unterstellten sie der Gemeinde, dass sie sich nicht ausreichend um alternative Möglichkeiten bemühe und dass keine Krippenplätze für Wörthseer Kinder in anderen gemeindlichen Einrichtungen reserviert werden. Überhaupt habe die Gemeinde in der Vergangenheit in keinerlei Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren investiert. Bürgermeister Peter Flach zeigte durchaus Verständnis für den Unmut der Eltern und erklärte, dass es schwierig sei, konkret den Bedarf an Kindergartenplätze zu ermitteln. Alternative Räumlichkeiten wurden nicht geprüft, zumal beschlossen wurde, im Zuge des Neubaus der Grundschule Kinderkrippenplätze zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Beschluss kommt die Gemeinde der gesetzlichen Verpflichtung nach, bis 2013 Krippenplätze zur Verfügung zu stellen. Der Schulneubau bedeutet eine große finanzielle Aufwendung für Wörthsee. „Der Haushalt gibt es nicht her, jetzt auch noch in ein teures Provisorium zu finanzieren“, sagte Flach. Die Kritik der Eltern wies Flach zurück, dass sich die Gemeinde nicht intensiv in Sachen Kinderbetreuung engagiert. Wie ernst es der Gemeinde ist, Kinderkrippenplätze bereit zu stellen, signalisierte Flach, als eine der anwesenden Mütter erklärte, einen privaten Träger für den Bau einer Kindergrippe an der Hand zu haben. „Räumlichkeiten können wir nicht zur Verfügung stellen“, so Flach, „aber wenn ein Träger bereit ist, auf eigene Kosten zu bauen, können wir uns gerne zusammen setzen und über die Bereitstellung eines Grundstückes sprechen.“ Ein Termin mit dem Träger soll vereinbart werden. bk

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