Baumkrankheit greift um sich

Trauer um gefällte Eschen am Ammersee - Pilzbefall macht Ölbaumgewächsen zu schaffen

Esche Buch
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Die gefällten Esche am Ammerseeufer in Buch waren krank.
  • vonFlorian Ladurner
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Buch -  Dem Spaziergänger am Ufer vom Ammersee blutete das Herz beim Anblick der gefällten Eschen. „Das schaut ganz schön wild aus“, murmelte er. Konkret betrachtete der ältere Herr den aufeinandergeschichteten Haufen mit einem dicken Stamm und zahlreichen Ästen der Esche, die vergangene Woche mit Kranwagen und Motorsäge gefällt und am Seeufer südlich vom Ammersee abgelegt worden war. Und das war nur einer von sechs gefällten Exemplaren.

„Wir führen gerade in der Gemeinde Pflegemaßnahmen durch“, erklärte Innings Bürgermeister Walter Bleimaier auf Rückfrage. Die Aufgabe übernehme eine von der Gemeinde beauftragte Landschaftspflegefirma. Auch in Stegen wurden drei befallene Bäume gefällt. „Wegen dem Eschentriebsterben müssen sehr häufig Eschen gefällt werden“, sagt Bleimaier und fügte hinzu, dass die Arbeiten am Ufer der Gemeinde Inning wegen dem Vogelschutz vor dem 1. März abgeschlossen sein mussten. Schuld an der in Bayern grassierenden Krankheit dieser Baumart ist ein Pilz namens „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ (Hymenoscyphus pseudoalbidus). Folge der Krankheit ist im Sommer ein herbstlicher Blätterfall. Daraufhin kriecht der Pilz in die Äste und in den Baumstamm – und die dunklen Stellen in der Mitte der Baumstümpfe sind geradezu bilderbuchmäßig ein Zeichen dafür, dass die Krankheit sich hier eingenistet hat.

 Michèle Kirner

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