Trinkwasserfilter

Für besseres Trinkwasser

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Herrsching – Während in Deutschland strenge Auflagen für die Trinkwasserversorgung herrschen, schert sich in Indien kein Mensch darum, ob Millionen von Menschen langfristig durch Arsen verseuchtes Grundwasser erkranken.

Um erste Zeichen zu setzen, will die Gemeinde Herrsching in der indischen Partnerstadt Chatra in Kooperation mit den Ammerseer Wasser- und Abwasserbetrieben eine Filteranlage installieren. Im Rahmen einer privaten Indienreise wird nun stellvertretender Bürgermeister Hans-Jürgen Böckelmann erste Kontakte aufnehmen. „Viele Millionen Menschen sind in Indien durch vergiftetes Trinkwasser bedroht. Schicksale, von denen wir kaum etwas mitbekommen“, sagt Herrschings Bürgermeister Christian Schiller. Um ein Zeichen innerhalb der Partnerschaft zu setzen, soll gemeinschaftlich versucht werden, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen dort zu leisten. Wie berichtet, fand vor einem Jahr bei den Ammersee Wasser- und Abwasserbetrieben (AWA) ein Treffen zwischen Chatras Bürgermeister Adhir Roy, Franklin Menezes, Direktor eines katholischen Hilfszentrum in Kalkutta sowie Gerhard Oßwald von der AWA und Hans-Jürgen Böckelmann als Vertreter der Gemeinde statt. Geplant ist, vor Ort technische Möglichkeiten zur Filterung des Grundwassers zu prüfen. „Leider hat sich seither nichts getan“, bedauert Böckelmann. Außerdem habe man festgestellt, dass die Wasserversorgung in Indien nicht Sache der Kommune sei, sondern durch einen „übergeordneten Block“ geregelt werde. „Wir brauchen aber drüben zuverlässige Partner, die das Projekt zuverlässig begleiten und später auch die Wartung übernehmen.“ In Frage komme laut Böckelmann die „Ramakrishna Mission“, die bereits ähnliche Projekte erfolgreich durchgezogen hat. Im Rahmen einer privaten Indienreise mit Ehefrau Regina, die sechs Wochen für „German Doctors“ in Indien arbeiten wird, will nun Hans-Jürgen Böckelmann erste Kontakte, unter anderem mit dem im Frühjahr neu gewählten Bürgermeister von Chatra, knüpfen. Unterstützt werde er dabei durch Sibani Chakraborty, Leiterin des Kontaktbüros der Herrschinger Indienhilfe in Kalkutta. „Sie war schon ein paar Mal hier, spricht außer bengalisch auch englisch und etwas deutsch und kennt die Verhältnisse gut.“ Böckelmann ist überzeugt, dass sich mit etwas Unterstützung seitens indischer Partner mit geringem Aufwand und verhältnismäßig geringen Kosten ein Filtersystem für das verseuchte Grundwasser integrieren lasse. „Wir müssen klein anfangen. Vorerst ist ein Gebiet mit 150 Haushalten und 750 Personen vorgesehen“, betont Böckelmann. Ein Grundstücksbesitzer habe bereits eine 200 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung gestellt, um dort eventuell eine Aufbereitungsanlage zu installieren. „Noch ist aber alles offen. Mehr kann ich vielleicht nach meiner Rückkehr am 30. November erzählen.“Polly Polster

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