Eickelschulte: „Zeichen für ungebrochenen Unternehmergeist“ 

Trotz Corona-Krise: IHK-Regionalausschuss vermeldet mehr Unternehmensgründungen im Landkreis Starnberg 

Der Staat fördert mittlerweile die Gründung von Start-ups. (Symbolbild)
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Der Staat fördert mittlerweile die Gründung von Start-ups. (Symbolbild)

Landkreis - Die Coronakrise hat der Gründerlaune im Landkreis Starnberg im vergangenen Jahr keinen Abbruch getan: 1.250 Menschen haben 2020 ein Gewerbe angemeldet und damit den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit gewagt. Das ist ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Landkreis kann damit eine positive Bilanz ziehen, teilt die IHK für München und Oberbayern in einer Pressemitteilung mit.

Bei Firmenneugründungen war mit 1,168 Fällen ein Zuwachs von 9,5 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der Betriebsübergaben an einen Nachfolger sank von 107 Fällen im Jahr 2019 auf 82 Fälle im Jahr 2020. 

„Ungebrochener Unternehmergeist zeigt sich vor allem auch in Krisenzeiten. Die CoronaPandemie und die dadurch verursachten Lockdowns setzen zwar vielen Wirtschaftsbranchen erheblich zu, dennoch ergeben sich in vielen Bereichen auch neue Chancen, und es werden innovative Geschäftsmodelle und -ideen umgesetzt“, sagt Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg.

Am liebsten wurde 2020 im Landkreis im Dienstleistungssektor gegründet (330 Gründungen). Es folgten der Handel mit 223 Neugründungen und das Baugewerbe mit 87 Gründungen. Rund 40 Prozent der Nachfolgeregelungen (33 Übernahmen) kamen im Handel zustande.

„Dennoch gibt es in der Gründungsbilanz für den Landkreis noch reichlich Luft nach oben. Wenn wir mehr Menschen zum Sprung in die Selbstständigkeit ermutigen wollen, muss die Wirtschaftspolitik die Kultur der Selbstständigkeit stärker fördern und Gründungshürden abbauen. Dazu gehören weniger Bürokratie und mehr EGovernment für die schnellere Erledigung notwendiger Behördengänge. Zudem müssen finanzielle Förderungen wie das KfW-Startgeld passgenauer und einfacher zugänglich gestaltet werden. Start-Ups brauchen außerdem viel bessere Rahmenbedingungen bei der steuerlichen Behandlung von Beteiligungskapital“, betont Eickelschulte.

Der Vorsitzende unterstreicht außerdem die wichtige Rolle von Existenzgründern für die Wirtschaft insgesamt: „Start-Ups und neue Unternehmen stehen für Innovation und Dynamik. Sie legen das Fundament für zukünftige wirtschaftliche Erfolge. Auch alteingesessene Betriebe sind im Bestand gefährdet, wenn sich keine Nachfolger finden, die das unternehmerische Risiko übernehmen wollen.“

Die IHK für München und Oberbayern unterstützt Gründer mit einem umfangreichen Informations- und Mentoringangebot. Bereits seit einigen Jahren beobachtet die IHK den Trend, dass sich Gründer besser auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Auch Gründungen im Nebenerwerb werden immer attraktiver. 2019 lag der Anteil der Nebenerwerbsgründungen bayernweit bei 70 Prozent. Gründer können auf diesem Weg den Sprung in die Selbstständigkeit zunächst mit weniger Risiko ausprobieren und sich dadurch langfristiger vorbereiten.

Die IHK-Gründerbilanz für den Landkreis Starnberg beruht auf Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Kreisbote

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