Tunnel-Befürworter "packens an"

Breites Bündnis für B2-Tunnel: Dem neugegründete Verein „Umweltbewusste Verkehrsentlastung Starnberg“ gehören unter anderem (v.l.) Ludwig Jägerhuber, Martina Neubauer, Ferdinand Pfaffinger, Jürgen Busse, Holger Knigge, Reinhard Koch, Christiane Falk, Theo Beigel, Winfried Wobbe und Xaver Hirschbold. Foto: Jaksch

Sie wollen den B2-Tunnel weiter voranbringen: Eine überfraktionelle Initiative aus Stadträten UWG, CSU, SPD, Grünen sowie eine Gruppe von Starnberger Bürgerinnen und Bürgern der sogenannten Beigelgruppe. Mit dem Ziel, die Öffentlichkeit in der Stadt und den Ortsteilen über das Projekt umfassender zu informieren haben die Vertreter unter Führung von Jürgen Busse den Verein „Umweltbewusste Verkehrsentlastung Starnberg“ gegründet.

„Seit Jahrzehnten diskutieren wir in Starnberg, wie wir uns vom Verkehr befreien können“, bemühte Jürgen Busse, UWG-Stadtrat und Verkehrsreferent, die Historie zur Verkehrspolitik. Das Verfahren um den 150 Millionen Euro teueren B2-Tunnel sei mittlerweile abgeschlossen, doch aufgrund der Streitereien zwischen Gegnern (Pro Umfahrung) und Befürwortern einer Unterführung der Starnberger Hauptachse drohe das Projekt von der Prioritätenliste des Bundesverkehrswegeplans zu Verschwinden. Das wäre eine Katastrophe, so Busse weiter bei der Vorstellung des Vereins, daher bestünde „jetzt wirklicher Handlungsbedarf“. Um Starnberg nachhaltig vom Verkehr zu entlasten, will der Verein ebenfalls ein Mobilitätskonzept erarbeiten. Denn mit einem Tunnel alleine sei das Problem noch lange nicht gelöst, ist Martina Neubauer von der Grünen überzeugt. Genauso sieht es auch SPD-Stadträtin Christiane Falk: „Wir müssen flankierend die Stadt umgestalten.“ Damit meint die dritte Vorsitzende vor allem mehr Fahrradwege und eine bessere Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Denn eines der großen Verkehrsprobleme sei der Ziel- und Quellverkehr und nicht alleine die Pendlerströme, auch wenn die B2 die „belastete Straße Bayerns“ sei. Vor allem aber setzt der überfraktionelle Zusammenschluss auf eine umfassende Information der Öffentlichkeit. Da sei in der Vergangenheit einiges versäumt worden, kritisierte Busse auch die eigene Untätigkeit. „Das Projekt muss vorgestellt und dargestellt werden“, betonte er, es bestünde Aufklärungsbedarf in puncto Bauzeit, Lärmbelastung und Verkehrschaos. „Ich glaube, viele Starnberger, die das Projekt ablehnen, sind nicht ausreichend informiert“, ist Busse überzeugt. Auch Theo Beigel, der zweite Vereinsvorsitzende, setzt auf einen „pragmatischen, schnellen Weg“. So will man über das Internet umfangreich über die genaue Lage, Länge des Tunnels, Entlastungswirkung und Bauzeit informieren. Parallel dazu setzt Beigel auf öffentliche Veranstaltungen. Und Vereinsvize Beigel konnte ein prominentes Beispiel nennen, wo mit breiter Unterstützung zum einen eine hohe Bürgerinformation erzielt und so zum anderen das Vorhaben auch realisiert werden konnte. Im Landkreises Garmisch-Partenkirchen habe es für den geplanten Entlastungstunnel die Unterstützung aller 22 Gemeinden gegeben. „Auch wir sollten eine bestimmte Geschlossenheit erreichen“, ergänzte Beigel. Und Jürgen Busse ergänzte, „wir sind spät dran, aber wir packens jetzt an“. Zu den Unterstützern zählen 17 Stadträte und 25 Unterstützer der „Beigelgruppe“. Auch die Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger (UWG), Ludwig Jägerhuber (CSU) und Winfried Wobbe (UWG) zählen zu den Mitgliedern des neugegründeten Vereins.

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