Klare Entscheidung

Über 70 Prozent der Fußballvereine stimmen für Wertung mit Auf- und Absteigern  

Fußball
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Nach der Abstimmungsentscheidung der Fußballvereine ist klar. Der TSV Oberalting (weiße Trikots) muss in die Kreisklasse absteigen. Allerdings will der Verein noch prüfen, ob dagegen rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen.

Landkreis - Deutlicher als im Vorfeld erwartet fiel das Ergebnis der vom bayerischen Fußballverband initiierten Abstimmung aus, bei der die Vereine über die Wertung der abgebrochenen Saison entscheiden konnten. Bayerns Fußball-Vereine votierten mit klarer Mehrheit für ein Ende der Corona-Spielzeit mit Absteigern.

Bis Dienstag 10 Uhr konnten rund 3700 Klubs abstimmen. Von ihrem Wahlrecht machten letztlich 2973 Vereine Gebrauch (Wahlbeteiligung 80,46 Prozent). 71,14 Prozent (2115 Stimmen) sprachen sich für die Anwendung des in der Spielordnung verankerten Paragraf 93 (Option 1) aus, damit wird die Saison nach der Quotientenregel gewertet. Das heißt: Die jeweiligen Meister steigen auf, die auf den Abstiegsplätzen stehenden Klubs müssen runter. Das heißt beispielsweise, dass der TSV Oberalting aus der Kreisliga absteigen muss und der SV Planegg-Krailling aus der Kreisliga nicht aufsteigen kann. Das zur Wahl stehende Alternativmodell – nur Aufsteiger (auch die Releganten) und keine Absteiger – erhielt nur eine Zustimmung von 28,86 Prozent (858 Stimmen). Das Abstimmungsverhalten im Kreis Zugspitz spiegelte fast punktgenau das in ganz Bayern wider. Hier votierten 70,81 Prozent für Option 1. 29,19 Prozent wollten die zweite Möglichkeit mit „Nur Aufsteiger, aber keinen Absteigern“. Hintergrund für das deutliche Resultat dürfte wohl die Angst vieler Vereine vor aufgeblähten Ligen und einer hohen Zusatzbelastung in der neuen Spielzeit gewesen sein.

„Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch‘ überragender Mehrheit von über 80 Prozent mit ihrer Stimmabgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht. Völlig losgelöst davon, wie jeder Verein abgestimmt hat, lebt Demokratie vom Mitmachen – und unsere Vereine haben das auch in dieser für uns alle äußerst schwierigen Lage eindrucksvoll getan. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir alle auch schnell wieder zusammenfinden und das Ergebnis wechselseitig respektieren – egal, wer wie gestimmt hat“, erklärte danach BFV-Präsident Rainer Koch. Unmittelbar nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses tagte der BFV-Vorstand, um den Saisonabbruch und die Wertung offiziell zu beschließen. „Unabhängig vom Ausgang des Meinungsbildes dürfte die Erleichterung überall um sich greifen, dass diese Saison jetzt Geschichte ist. Wir wissen um die zutage tretenden Härtefälle, die es auch jetzt gibt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Härtefälle mit keiner Lösung zu vermeiden gewesen wären. Es ging letztlich darum, die beste unter allen schlechten Lösungen zu finden und auch in die Tat umzusetzen“, meinte BFV-Vizepräsident Robert Schraudner, der die sechsköpfige Arbeitsgruppe zu den Modalitäten des unvermeidbaren Saison-Abbruchs geleitet hatte.

„Wir alle wollten uns eine Entscheidung am Grünen Tisch ersparen. Deshalb war es auch der richtige Weg, die Saison 2019/20 zunächst zu verlängern. Dass wir zu keinem sportlichen Ende finden, war in dieser Form nicht absehbar. Aber die Wucht der Pandemie hat uns letztlich keine andere Wahl gelassen. Wir blicken jetzt positiv der neuen, hoffentlich weitgehend störungsfreien Saison entgegen“, schloss Schraudner. Wann die neue Spielzeit beginnen kann ist indessen noch offen. Wie sie aussehen wird können jetzt die Spielleiter ausarbeiten, da sie jetzt wissen welche Mannschaften in welchen Ligen spielen.

Roland Halmel

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